Was kostet eine Website? Die kurze Antwort
Eine Firmenwebsite für ein kleines oder mittleres Unternehmen kostet im deutschsprachigen Markt grob zwischen wenigen hundert Euro und deutlich über 50.000 Euro. Die Spanne ist so groß, weil unter dem Wort „Website“ sehr verschiedene Produkte verkauft werden: ein selbst zusammengeklicktes Baukasten-Profil, eine Vorlage, die ein Freelancer mit Ihren Inhalten füllt, oder ein eigens konzipiertes System mit Schnittstellen zu Warenwirtschaft, CRM und Bewerbermanagement.
Die meisten Praxen, Kanzleien, Handwerks- und Industriebetriebe, die eine ordentlich gemachte Website mit eigenen Texten, eigenen Fotos, Kontaktformular und sauberer SEO-Grundlage wollen, landen im mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich. Dazu kommen jedes Jahr laufende Kosten für Hosting, Lizenzen, Wartung und Pflege. Über fünf Jahre summieren sich diese oft auf ähnlich viel wie die Erstellung selbst.
Die nützlichere Frage lautet deshalb nicht „Was kostet eine Website?“, sondern: Welche Aufgabe soll die Website erfüllen, und was ist es Ihnen wert, wenn sie diese Aufgabe gut erfüllt? Eine Website, die nur als digitale Visitenkarte bestätigen soll, dass es Sie gibt, braucht ein anderes Budget als eine, die jeden Monat qualifizierte Anfragen oder Bewerbungen bringen soll. Wer noch ganz am Anfang steht, findet im Leitfaden Neue Firmenwebsite planen den gesamten Ablauf von der Zielklärung bis zum Launch. Dieser Ratgeber konzentriert sich auf das Geld.
Welche Wege zur Website gibt es und was kosten sie?
Es gibt im Kern fünf Wege, zu einer Website zu kommen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, wer die Denkarbeit leistet: Struktur, Texte, Gestaltung, Technik und Suchmaschinenoptimierung. Je mehr davon Sie selbst übernehmen, desto günstiger wird es in Euro und desto teurer in eigener Zeit.
| Weg | Einmalig (grobe Spanne) | Laufend pro Monat (grob) | Was Sie bekommen | Was meistens fehlt |
|---|---|---|---|---|
| 1. Baukasten selbst (z. B. Wix, Jimdo, Squarespace) | 0 Euro plus eigene Zeit | ca. 10 bis 40 Euro Abo | Vorlage, Hosting, Editor, oft Domain im ersten Jahr | Konzept, gute Texte, eigene Fotos, durchdachte SEO, Exportmöglichkeit |
| 2. Baukasten mit Hilfe (Einrichtungsservice, Starterpaket) | ca. 500 bis 2.500 Euro | ca. 15 bis 60 Euro | Eingerichtete Vorlage mit Ihren Inhalten, Grundeinstellungen | Individuelle Gestaltung, Textarbeit, Strategie |
| 3. Freelancer (meist WordPress oder ein anderes CMS) | ca. 2.000 bis 10.000 Euro | ca. 20 bis 150 Euro inkl. Wartung | Angepasstes Theme, eigenes CMS, persönlicher Ansprechpartner | Oft Texte, Fotografie und Vertretung bei Ausfall |
| 4. Kleine Agentur (2 bis 15 Personen) | ca. 5.000 bis 25.000 Euro | ca. 50 bis 300 Euro inkl. Wartung | Konzept, eigenes Design, Umsetzung, Projektleitung, oft Text und SEO-Grundlage | Tiefe Schnittstellen, laufende Inhaltsarbeit, wenn nicht gebucht |
| 5. Spezialisierte Agentur oder Individualentwicklung | ca. 20.000 bis über 100.000 Euro | ca. 200 bis über 1.000 Euro | Strategie, Nutzerforschung, Designsystem, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit, Migration | Selten etwas, aber Sie brauchen intern Kapazität für Abstimmung |
Alle Werte sind grobe Orientierung, netto, ohne Gewähr für den Einzelfall.
1. Baukasten selbst
Sie mieten ein Komplettpaket aus Editor, Vorlagen und Hosting und bauen die Seite selbst. Das ist für eine Gründung, einen sehr kleinen Betrieb oder als Übergangslösung legitim. Der Preis in Euro ist niedrig, der Preis in Stunden hoch, und das Ergebnis hängt vollständig davon ab, wie gut Sie Texte schreiben, Bilder auswählen und Seiten strukturieren können. Achten Sie darauf, ob Sie Ihre Inhalte später exportieren können. Bei vielen Baukästen ist ein Umzug praktisch ein Neubau.
2. Baukasten mit Hilfe
Viele Hoster, Telefonbuchverlage und Webdesigner bieten an, einen Baukasten für Sie einzurichten. Sie liefern Texte und Bilder, der Dienstleister setzt sie in eine Vorlage. Das spart Zeit, bringt aber selten mehr Qualität als Ihre Zulieferung. Prüfen Sie hier besonders die Vertragslaufzeit: Manche dieser Angebote sind als Mietmodell mit 24 oder mehr Monaten Bindung konstruiert.
3. Freelancer
Ein guter Freelancer liefert für das Geld oft erstaunlich viel, vor allem bei klar umrissenen Projekten. Die Schwachstellen liegen nicht im Können, sondern in der Kapazität: Wer übernimmt bei Krankheit oder Urlaub, wer schreibt die Texte, wer fotografiert? Fragen Sie konkret danach. Eine ausführliche Abwägung finden Sie im Vergleich Agentur, Freelancer oder Inhouse-Team.
4. Kleine Agentur
Eine kleine Agentur bündelt Konzept, Design, Text und Technik und übernimmt die Projektleitung. Sie zahlen für Abstimmung und Methodik mit, bekommen dafür aber ein Team, das typische Fehler kennt. Die Qualität schwankt stark: Manche Agenturen verkaufen eine angepasste Vorlage zum Preis eines individuellen Designs. Lassen Sie sich zeigen, welche Arbeitsschritte im Angebot stecken.
5. Spezialisierte Agentur oder Individualentwicklung
Lohnt sich, wenn die Website ein zentraler Vertriebs- oder Recruitingkanal ist, mehrere Sprachen und Märkte bedienen muss, an Produktdatenbanken oder Konfiguratoren angebunden wird oder ein Relaunch mit viel bestehender Sichtbarkeit ansteht. Ob ein eigenes Design oder eine gute Vorlage sinnvoller ist, rechnet der Beitrag Template vs. Custom Webdesign über fünf Jahre durch.
Wovon hängt der Preis einer Website wirklich ab?
Viele Angebote rechnen nach Seitenzahl: „bis zu 10 Seiten“. Das ist für Sie als Auftraggeber die ungenaueste Größe. Den Aufwand treiben andere Faktoren, und wer sie kennt, kann gezielt sparen, ohne das Ergebnis zu verschlechtern.
Seitentypen statt Seitenanzahl
Gestaltung und Programmierung skalieren mit der Zahl der Seitentypen, also der unterschiedlichen Vorlagen. Ein Maschinenbauer mit 40 Produkten braucht vielleicht nur sechs Seitentypen: Startseite, Produktübersicht, Produktdetail, Branchenseite, Stellenanzeige und Kontakt. Ist die Produktdetailseite einmal gestaltet und gebaut, kostet jede weitere Produktseite vor allem Inhaltsarbeit, kaum Entwicklung. Umgekehrt kann eine Praxis mit nur acht Seiten teurer werden, wenn jede Seite einen eigenen Aufbau bekommt.
Fragen Sie im Angebot deshalb immer: Wie viele Seitentypen sind enthalten, und was kostet eine zusätzliche Seite eines bestehenden Typs?
Die übrigen Kostentreiber
| Faktor | Warum er den Preis treibt | Wie Sie ihn steuern |
|---|---|---|
| Texte | Gute Texte sind oft der größte Einzelposten. Ein Profi braucht Interviews, Recherche, Abstimmung und Korrekturschleifen. | Vorhandenes Material sammeln, Fachwissen per Interview liefern, Texte für Kernseiten professionell, Nebenseiten selbst. |
| Fotos und Video | Eigene Aufnahmen brauchen Planung, einen Drehtag und Bildbearbeitung. Stockfotos sind billiger, wirken aber austauschbar. | Einen gut geplanten Fototag für alle Kernmotive ansetzen: Team, Räume, Arbeit, Produkte. |
| Mehrsprachigkeit | Jede Sprache bedeutet Übersetzung, Prüfung, technische Auszeichnung (hreflang) und doppelte Pflege. | Nur Sprachen anbieten, in denen Sie auch Anfragen beantworten können. Mit Kernseiten starten. |
| Formulare und Schnittstellen | Ein einfaches Kontaktformular ist günstig. Anbindung an CRM, Terminbuchung, Bewerbermanagement oder Produktdatenbank ist Entwicklungsarbeit. | Prüfen, ob ein fertiges Werkzeug mit Einbettung reicht, bevor individuell programmiert wird. |
| Barrierefreiheit | Kontraste, Tastaturbedienung, Alternativtexte und saubere Struktur müssen von Anfang an mitgedacht und getestet werden. | Von Beginn an einplanen. Nachrüsten ist fast immer teurer. |
| SEO-Grundlage | Keyword-Recherche, Seitenstruktur, Meta-Daten, strukturierte Daten, Ladezeit und saubere Indexierung kosten Konzeptzeit. | Als eigene Position im Angebot verlangen, nicht als „SEO-optimiert“ ohne Inhalt. |
| Relaunch mit Weiterleitungen | Alte Adressen müssen erfasst, neuen zugeordnet und per 301 weitergeleitet werden, sonst gehen Rankings und Verlinkungen verloren. | Vorab ein Crawl der alten Website, Weiterleitungsliste als Lieferbestandteil festschreiben. |
| Anzahl der Abstimmungsrunden | Jede zusätzliche Korrekturschleife mit vielen Beteiligten kostet Projektzeit. | Eine entscheidungsbefugte Person benennen, Feedback gebündelt geben. |
Zwei Punkte verdienen einen genaueren Blick. Bei der Barrierefreiheit gilt in Deutschland seit Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für bestimmte Angebote an Verbraucher, etwa Online-Shops und digitale Buchungs- oder Bestellstrecken. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen. Ob und wie weit Ihre Website betroffen ist, sollten Sie im Einzelfall rechtlich prüfen lassen. Unabhängig davon profitieren alle Besucher von klarer Struktur und guten Kontrasten.
Bei der Mehrsprachigkeit unterschätzen viele den laufenden Aufwand: Jede Änderung auf der deutschen Seite muss auch in den anderen Sprachen nachgezogen werden. Welche Fehler dabei besonders teuer werden, beschreibt der Beitrag Multi-Language B2B Websites. Und beim Relaunch lohnt es sich, die technische Abnahme anhand einer festen Liste zu machen, etwa der Technical SEO Checkliste.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Eine Website ist kein einmaliger Kauf wie ein Schreibtisch, sondern eher wie ein Firmenfahrzeug: Sie braucht einen Stellplatz, Versicherung und regelmäßige Inspektion. Diese Posten fallen nach dem Launch typischerweise an:
| Posten | Grobe Spanne | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Hosting | ca. 5 bis 15 Euro im Monat (einfaches Webhosting), ca. 20 bis 100 Euro (verwaltetes Hosting) | Serverstandort, Backups, Wiederherstellung, Support-Zeiten, Vertrag auf Ihren Namen |
| Domain | ca. 5 bis 25 Euro im Jahr für eine .de-Domain, je nach Anbieter | Sie selbst müssen als Inhaber eingetragen sein, nicht die Agentur |
| SSL-Zertifikat | meist im Hosting enthalten | Zusätzliche Kosten nur bei besonderen Zertifikatstypen nötig |
| Lizenzen (Premium-Theme, Plugins, Formular- oder Consent-Werkzeug, Schriften) | ca. 50 bis 500 Euro im Jahr | Auf wen laufen die Lizenzen, was passiert bei Kündigung |
| Wartung und Updates | ca. 30 bis 300 Euro im Monat | Was genau enthalten ist: Updates, Monitoring, Backups, Reaktionszeit, Stundenkontingent |
| Inhaltspflege | nach Aufwand, Stundensätze im Markt grob 60 bis 150 Euro | Ob Sie Inhalte selbst ändern können oder für jede Kleinigkeit zahlen |
| Weiterentwicklung | projektabhängig | Neue Seitentypen, Kampagnenseiten, Funktionen nach Bedarf |
Der Posten, der am häufigsten fehlt, ist die Wartung. Eine WordPress-Website ohne regelmäßige Updates ist nach einigen Monaten ein Sicherheitsrisiko. Ein Baukasten nimmt Ihnen die Technik ab, dafür zahlen Sie dauerhaft das Abo und bleiben an den Anbieter gebunden. Kostenlos ist keine der beiden Varianten, nur anders verteilt.
Was kostet eine Website über drei bis fünf Jahre?
Erst die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer machen Angebote vergleichbar. Eine Firmenwebsite wird in der Regel mehrere Jahre genutzt, bevor ein größerer Umbau ansteht. Die folgende Rechnung zeigt drei typische Szenarien.
| Posten | A: Baukasten selbst | B: Freelancer, WordPress | C: Kleine Agentur |
|---|---|---|---|
| Erstellung (einmalig) | 0 Euro | 6.000 Euro | 15.000 Euro |
| Fotos (einmalig) | 300 Euro (Stock) | keine, Fotos liefert der Kunde | im Projekt enthalten |
| Abo bzw. Hosting | 25 Euro im Monat | 15 Euro im Monat | 30 Euro im Monat |
| Domain | im Abo | 15 Euro im Jahr | 15 Euro im Jahr |
| Lizenzen | im Abo | 150 Euro im Jahr | 250 Euro im Jahr |
| Wartung | im Abo | 60 Euro im Monat | 120 Euro im Monat |
| Änderungen und Weiterentwicklung | eigene Zeit | 4 Stunden à 80 Euro im Jahr | 1.500 Euro im Jahr |
| Summe nach 3 Jahren | 1.200 Euro | 10.155 Euro | 25.695 Euro |
| Summe nach 5 Jahren | 1.800 Euro | 12.925 Euro | 32.825 Euro |
| Durchschnitt pro Jahr (5 Jahre) | 360 Euro | 2.585 Euro | 6.565 Euro |
Drei Dinge zeigt die Rechnung. Erstens: In Szenario B und C machen die laufenden Kosten nach fünf Jahren rund die Hälfte der Gesamtsumme aus. Wer nur den Erstellungspreis vergleicht, vergleicht die Hälfte. Zweitens: Szenario A ist in Euro unschlagbar, enthält aber Ihre eigene Arbeitszeit nicht. Wenn die Geschäftsführung 40 Stunden in Aufbau und Pflege steckt, ist das bei einem internen Stundensatz von 80 Euro bereits ein Gegenwert von 3.200 Euro. Drittens: Die eigentliche Frage ist nicht, welches Szenario am wenigsten kostet, sondern welches im Verhältnis zum Ertrag am meisten bringt. Dazu mehr in der Entscheidungsmatrix weiter unten.
So rechnen Sie Ihre eigenen Angebote durch:
- Erstellungspreis inklusive aller optionalen Positionen, die Sie tatsächlich brauchen.
- Monatliche Posten mal 36 bzw. 60.
- Jährliche Posten mal 3 bzw. 5.
- Geschätzte Änderungsstunden pro Jahr mal Stundensatz.
- Eigene Zeit mit einem internen Stundensatz bewerten und als eigene Zeile führen.
Welche versteckten Kosten und Abhängigkeiten gibt es?
Die teuersten Überraschungen entstehen selten bei der Erstellung, sondern beim Wechsel. Wer nach drei Jahren den Dienstleister wechseln will und feststellt, dass Domain, Hosting und Lizenzen auf die Agentur laufen, zahlt den Neustart doppelt. Diese Fallen begegnen Ihnen am häufigsten:
- Domain auf fremdem Namen: Bei .de-Domains wird der Inhaber bei der DENIC eingetragen. Steht dort die Agentur, gehört ihr rechtlich Ihre Adresse. Prüfen können Sie das über die Domainabfrage der DENIC oder Ihren Registrar.
- Mietmodelle mit langer Bindung: „Website ohne Startkosten, nur 149 Euro im Monat“ klingt günstig. Über 48 Monate sind das 7.152 Euro, und am Ende gehört Ihnen oft nichts. Rechnen Sie die Vertragslaufzeit immer voll aus und klären Sie, was bei Kündigung mit Inhalten und Domain passiert.
- Proprietäres CMS: Ein selbst entwickeltes Redaktionssystem einer Agentur kann gut sein, bindet Sie aber an genau diese Agentur. Fragen Sie, ob ein anderer Dienstleister die Website übernehmen könnte. Eine Einordnung der gängigen Systeme bietet der Vergleich Webflow vs. Framer vs. WordPress.
- Lizenzen auf die Agentur registriert: Premium-Themes, Plugins und Schriftlizenzen laufen häufig über das Konto des Dienstleisters. Nach einem Wechsel müssen Sie sie neu kaufen.
- Bildrechte: Stockfotos sind oft auf den Lizenznehmer, also die Agentur, lizenziert. Klären Sie, ob die Nutzungsrechte auf Sie übergehen. Bei eigenen Shootings: Wer hat welche Rechte an den Fotos, auch für Print und Social Media?
- Nutzungsrechte an Design und Code: Ohne vertragliche Regelung bleiben viele Rechte beim Urheber. Lassen Sie sich die einfachen oder ausschließlichen Nutzungsrechte für Ihren Zweck schriftlich einräumen.
- Änderungen nur gegen Stundensatz: Wenn Sie nicht einmal Öffnungszeiten selbst ändern können, wird jede Kleinigkeit zur Rechnung.
- Herausgabe nur gegen Gebühr: Manche Verträge sehen eine Gebühr für den Export der Website oder die Übergabe der Zugänge vor. Das sollte vor Vertragsschluss klar sein.
Checkliste: Lock-in-Prüfung vor der Unterschrift
- Wir sind als Domaininhaber eingetragen.
- Der Hosting-Vertrag läuft auf unser Unternehmen oder kann jederzeit übertragen werden.
- Wir erhalten Administratorzugänge zu CMS, Hosting, Domain und allen Werkzeugen.
- Lizenzen für Theme, Plugins und Schriften laufen auf uns oder werden bei Vertragsende übertragen.
- Die Nutzungsrechte an Design, Code, Texten und Fotos sind schriftlich geregelt.
- Ein vollständiger Export (Dateien und Datenbank) ist jederzeit ohne Zusatzkosten möglich.
- Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist der Wartung sind bekannt und vertretbar.
- Ein anderer Dienstleister könnte die Website mit vertretbarem Aufwand übernehmen.
Was müssen Sie selbst zur Website beisteuern?
Der größte Kostentreiber, der in keinem Angebot steht, ist Ihre eigene Mitwirkung. Projekte werden selten wegen der Technik teuer, sondern weil Inhalte fehlen, Freigaben stocken und zu viele Personen mitreden. Planen Sie für eine mittelgroße Firmenwebsite mehrere volle Arbeitstage interner Zeit ein, verteilt über die gesamte Projektdauer.
Zeit
Sie brauchen eine Person, die das Projekt intern verantwortet, Termine wahrnimmt, Feedback bündelt und entscheiden darf. Typische Termine sind ein Auftaktworkshop, ein bis zwei Interviews für die Texte, Abstimmungen zu Struktur und Design, eine Textfreigabe und eine Abnahme vor dem Launch.
Texte und Fachwissen
Auch wenn ein Texter schreibt, kommt das Fachwissen von Ihnen. Je besser Sie vorbereitet sind, desto weniger Schleifen entstehen. Hilfreich sind kurze, ehrliche Antworten auf Fragen wie diese:
„Welche drei Aufträge der letzten zwei Jahre waren ideal, und warum?“
„Welche Frage stellen Interessenten im ersten Telefonat fast immer?“
„Warum entscheiden sich Kunden für Sie und nicht für den Betrieb nebenan?“
„Welche Anfragen wollen Sie ausdrücklich nicht mehr bekommen?“
Wenn Sie Texte selbst schreiben, setzen Sie sich ein realistisches Ziel: lieber fünf starke Kernseiten zum Launch als zwanzig halbfertige.
Bilder
Echte Fotos von Ihrem Team, Ihren Räumen, Ihrer Arbeit und Ihren Produkten wirken stärker als jedes Stockbild. Ein Fototag will vorbereitet sein: Motivliste, aufgeräumte Räume, Einverständnis der abgebildeten Mitarbeiter, passende Kleidung. Bei Praxen und Kanzleien besonders wichtig: Datenschutz von Patienten und Mandanten.
Rechtliches und Zugänge
Impressum und Datenschutzerklärung liegen in Ihrer Verantwortung, auch wenn Sie Vorlagen nutzen. Dazu kommen Zugänge zur alten Website, zum Domain-Registrar, zur Google Search Console und zu bestehenden Werkzeugen. Wer diese Zugänge erst in der letzten Projektwoche sucht, verschiebt den Launch.
Wie vergleicht man Angebote für eine Website?
Drei Angebote mit 4.500, 9.800 und 18.000 Euro sind selten drei Preise für dieselbe Leistung, sondern drei verschiedene Leistungen. Bevor Sie Preise vergleichen, sollten Sie die Angebote auf eine gemeinsame Grundlage bringen. Am einfachsten gelingt das, wenn alle Anbieter dieselbe Anfrage erhalten und in derselben Gliederung antworten. Eine bewährte Formulierung für Ihre Anfrage:
„Bitte schlüsseln Sie Ihr Angebot nach Konzept, Design, Texten, Fotos, technischer Umsetzung, SEO-Grundlage, Weiterleitungen, Schulung und laufenden Kosten pro Jahr auf. Geben Sie für jede Position an, ob sie enthalten, optional oder nicht angeboten ist.“
Checkliste: 20 Fragen an jeden Anbieter
Umfang
- Wie viele Seitentypen sind enthalten, und was kostet eine zusätzliche Seite eines bestehenden Typs?
- Wer schreibt die Texte, und wie viele Korrekturschleifen sind enthalten?
- Sind Fotos enthalten, und wenn ja, eigene Aufnahmen oder Stock?
- Ist das Design eigens entwickelt oder eine angepasste Vorlage?
- Welche Formulare und Schnittstellen sind enthalten?
Sichtbarkeit und Qualität
- Was genau umfasst die SEO-Grundlage: Keyword-Recherche, Seitenstruktur, Meta-Daten, strukturierte Daten?
- Wie wird die Ladezeit gemessen, und welches Ergebnis wird angestrebt, etwa in PageSpeed Insights?
- Wie wird Barrierefreiheit berücksichtigt und geprüft?
- Gibt es bei einem Relaunch eine vollständige Weiterleitungsliste der alten Adressen?
- Wird die Website nach dem Launch in der Google Search Console eingerichtet und geprüft?
Eigentum und Unabhängigkeit
- Auf wessen Namen laufen Domain, Hosting und Lizenzen?
- Welche Nutzungsrechte erhalten wir an Design, Code, Texten und Fotos?
- Können wir die Website jederzeit vollständig exportieren?
- Können wir Inhalte selbst ändern, und gibt es eine Schulung?
- Könnte ein anderer Dienstleister die Website übernehmen?
Laufender Betrieb und Zusammenarbeit
- Was kostet der Betrieb pro Jahr, aufgeschlüsselt nach Hosting, Lizenzen und Wartung?
- Was ist in der Wartung enthalten, und wie schnell wird bei einem Ausfall reagiert?
- Wie hoch ist der Stundensatz für Änderungen nach dem Launch?
- Wer ist unser fester Ansprechpartner, und wer vertritt ihn?
- Welche Mitwirkung erwarten Sie von uns, mit welchem Zeitaufwand?
Achten Sie bei den Antworten weniger auf die Zahl als auf die Präzision. Ein Anbieter, der auf Frage 6 nur „SEO-optimiert“ antwortet, hat die Frage nicht beantwortet. Ein Anbieter, der auf Frage 20 ehrlich sagt, dass er von Ihnen zwei Interviewtermine und eine Woche für die Textfreigabe braucht, plant realistisch. Welche Merkmale eine Website haben sollte, die tatsächlich Anfragen bringt, beschreibt der Guide für Lead-generierende Websites. Daran können Sie prüfen, ob ein Angebot diese Punkte überhaupt abdeckt.
Wann lohnt sich eine teure Website und wann reicht eine günstige?
Ob eine Website zu teuer ist, entscheidet nicht der Preis, sondern das Verhältnis zum Ertrag. Eine einfache Gegenrechnung hilft, und auch sie ist nur ein Beispiel: Bringt ein neuer Kunde Ihrem Betrieb im Schnitt 5.000 Euro Deckungsbeitrag, und bringt eine bessere Website pro Jahr zwei zusätzliche Kunden, dann stehen 10.000 Euro im Jahr einem Mehrpreis gegenüber, der über fünf Jahre verteilt ist. Wenn dagegen fast alle Aufträge über Empfehlung kommen und die Website nur bestätigt, dass es Sie gibt, rechnet sich ein großes Projekt selten.
Entscheidungsmatrix
| Ihre Situation | Günstig reicht meist | Mehr investieren lohnt sich meist |
|---|---|---|
| Woher kommen Aufträge? | Fast nur über Empfehlung und Stammkunden | Ein relevanter Teil über Suche, Vergleich oder Ausschreibung |
| Rolle der Website im Vertrieb | Visitenkarte und Kontaktdaten | Erster Eindruck vor dem Gespräch, Anfragekanal, Vertriebsunterstützung |
| Personalsuche | Kaum Stellen offen | Fachkräftemangel, Website soll Bewerbungen bringen |
| Wert eines Neukunden | Niedrig, viele kleine Aufträge | Hoch, wenige große oder langfristige Aufträge |
| Sprachen und Märkte | Eine Sprache, regionales Einzugsgebiet | Mehrere Sprachen oder überregionaler Export |
| Bestehende Sichtbarkeit | Neue Domain oder kaum Besucher | Gut rankende Seite, deren Relaunch nichts verlieren darf |
| Schnittstellen | Kontaktformular genügt | CRM, Terminbuchung, Produktdaten oder Konfigurator |
| Vertrauensbedarf der Branche | Gering, Leistung leicht vergleichbar | Hoch, etwa bei Praxen, Kanzleien oder Investitionsgütern |
| Interne Kapazität | Jemand mit Zeit und Schreibtalent im Haus | Keine interne Kapazität für Texte, Bilder und Technik |
Liegen Sie in den meisten Zeilen links, ist ein Baukasten mit Hilfe oder ein Freelancer mit klarer Vorlage eine vernünftige Entscheidung. Liegen Sie überwiegend rechts, sparen Sie mit einer günstigen Lösung am falschen Ende: Die Differenz zahlen Sie in entgangenen Anfragen und Bewerbungen. Bei einem gemischten Bild hat sich ein Stufenmodell bewährt: Mit einer soliden Basis und wenigen starken Kernseiten starten und nach den ersten Monaten anhand echter Daten aus der Search Console gezielt ausbauen.
Wie legen Sie Ihr Website-Budget in sechs Wochen fest?
Mit diesem Fahrplan kommen Sie von der ersten Idee zu einem unterschriebenen Angebot, das Sie auch in drei Jahren noch für richtig halten.
| Woche | Aufgabe | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Ziel klären: Was soll die Website in zwölf Monaten messbar leisten? Anfragen, Bewerbungen, Vertrauen? | Ein Satz zum Ziel, eine Kennzahl |
| 2 | Bestand aufnehmen: vorhandene Texte, Fotos, Zugänge, alte Adressen, Domaininhaber prüfen | Inventarliste und Zugangsübersicht |
| 3 | Seitentypen und Funktionen festlegen, Sprachen und Schnittstellen entscheiden | Grobe Sitemap mit Seitentypen |
| 4 | Budgetrahmen über fünf Jahre festlegen, Anfrage an drei bis vier Anbieter mit einheitlicher Gliederung | Versendete Anfragen |
| 5 | Angebote mit der 20-Fragen-Liste und der Gesamtkostenrechnung vergleichen, Rückfragen stellen | Vergleichstabelle |
| 6 | Gespräche mit den zwei besten Anbietern, Lock-in-Checkliste prüfen, Vertrag schließen | Unterschriebenes Angebot mit klaren Rechten |
Typische Fehler bei der Budgetplanung
- Nur den Erstellungspreis vergleichen. Die laufenden Kosten machen über fünf Jahre oft die Hälfte aus.
- Nach Seitenzahl statt nach Seitentypen planen. Das führt zu Angeboten, die nicht vergleichbar sind.
- Texte und Fotos als Nebensache behandeln. Eine schöne Hülle mit schwachen Inhalten bringt keine Anfragen.
- Die eigene Zeit nicht einplanen. Fehlende Zulieferungen verzögern Projekte stärker als jede technische Hürde.
- Beim Relaunch die Weiterleitungen vergessen. Rankings und Verlinkungen, die über Jahre gewachsen sind, gehen so in wenigen Wochen verloren.
- Eigentumsfragen erst beim Wechsel klären. Dann ist die Verhandlungsposition am schwächsten.
- Das ganze Budget in den Launch stecken. Halten Sie einen Teil für die ersten zwölf Monate zurück, um anhand echter Daten nachzubessern.
Mit Ziel, Seitentypen, Gesamtkostenrechnung und Lock-in-Prüfung haben Sie alles, um ein Budget zu begründen und Angebote fair zu vergleichen. Wenn Sie ein Angebot mit klar aufgeschlüsselten Leistungen als Vergleichsmaßstab heranziehen möchten, finden Sie unsere Pakete auf der Seite Website erstellen lassen.