Wofür soll die neue Website da sein? Ziele festlegen
Die meisten Website-Projekte scheitern nicht am Design und nicht an der Technik, sondern an einer Frage, die nie gestellt wurde: Was soll die Website für das Unternehmen leisten? „Moderner aussehen“ ist kein Ziel, sondern ein Wunsch. Ein Ziel beschreibt, was nach dem Start anders sein soll, und lässt sich später überprüfen.
Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es im Kern vier Aufgaben, die eine Website übernehmen kann. Fast jede Firmenwebsite erfüllt mehrere davon, aber eine davon muss die wichtigste sein, weil sie die Struktur, die Texte und die Startseite bestimmt.
| Aufgabe | Woran Sie merken, dass sie Ihre Hauptaufgabe ist | Was das für die Planung bedeutet |
|---|---|---|
| Anfragen gewinnen | Neue Kunden finden Sie bisher vor allem über Empfehlungen, Messen oder Außendienst, und das reicht nicht mehr. | Leistungsseiten mit klarer Kontaktmöglichkeit, Suchbegriffe Ihrer Kunden, kurze Wege zur Anfrage. |
| Bewerber gewinnen | Offene Stellen bleiben monatelang unbesetzt, Bewerber kennen Sie nicht. | Eigener Karrierebereich mit echten Einblicken, einfache Bewerbung ohne Anschreiben-Pflicht, Stellen als eigene Seiten. |
| Vertrauen schaffen | Kunden kommen bereits über Empfehlung und prüfen Sie dann online, bevor sie anrufen. | Referenzen, Ansprechpartner mit Foto, Zertifikate, Ablauf der Zusammenarbeit, Antworten auf Einwände. |
| Service entlasten | Das Telefon klingelt ständig mit denselben Fragen zu Öffnungszeiten, Unterlagen, Ersatzteilen oder Terminen. | Servicebereich, Downloads, FAQ, Formulare für wiederkehrende Anliegen, Online-Terminbuchung. |
Ziele so formulieren, dass man sie später prüfen kann
Ein brauchbares Ziel hat drei Bestandteile: wer etwas tun soll, was genau, und woran Sie es messen. Die folgenden Formulierungen können Sie direkt übernehmen und anpassen:
- „Die Website soll Betriebsleiter aus der Lebensmittelindustrie im Umkreis von 200 Kilometern dazu bringen, eine Anfrage für eine Anlagenwartung zu stellen. Wir messen die Zahl der qualifizierten Anfragen pro Monat über das Formular und die Telefonnummer der Website.“
- „Die Website soll ausgebildeten Fachkräften zeigen, wie ein Arbeitstag bei uns aussieht, und eine Bewerbung in unter fünf Minuten ermöglichen. Wir messen abgeschlossene Bewerbungen über die Website im Vergleich zu Jobportalen.“
- „Die Website soll Interessenten, die uns empfohlen bekommen haben, in wenigen Minuten überzeugen, dass wir für ihr Vorhaben die Richtigen sind. Wir messen, wie viele Erstgespräche mit dem Satz beginnen: Ich habe mir Ihre Website angesehen.“
- „Die Website soll die fünf häufigsten Telefonfragen so beantworten, dass sie seltener gestellt werden. Wir zählen vier Wochen vor und vier Wochen nach dem Start die Anrufe zu diesen Themen.“
Schreiben Sie ein Hauptziel und höchstens zwei Nebenziele auf eine Seite Papier. Diese Seite ist die Grundlage für jede spätere Entscheidung im Projekt. Wenn jemand im Unternehmen einen Slider, einen Newsbereich oder eine Unterseite für den Firmenjubiläums-Rückblick fordert, lautet die Gegenfrage: Welches unserer Ziele unterstützt das?
Prüffrage: Wenn die neue Website in einem Jahr genau das erreicht hätte, was auf Ihrer Zielseite steht, wären Sie zufrieden? Wenn die Antwort „nicht ganz“ lautet, fehlt ein Ziel oder eines steht an der falschen Stelle.
Wie sammeln Sie die Fragen Ihrer Zielgruppen?
Eine Website wird gut, wenn sie die Fragen beantwortet, die Ihre Kunden tatsächlich stellen. Diese Fragen kennt im Unternehmen niemand besser als die Menschen, die täglich mit Kunden sprechen: Vertrieb, Telefonzentrale, Empfang, Projektleitung und Kundendienst. Die Geschäftsführung kennt sie oft nur aus zweiter Hand.
Schritt 1: Zielgruppen benennen
Schreiben Sie auf, wer die Website besuchen soll, und zwar so konkret wie möglich. „Kunden“ reicht nicht. Bei einem Maschinenbauer sind das zum Beispiel der Einkäufer, der Konstrukteur und der Instandhaltungsleiter; bei einer Steuerkanzlei der Gründer, der Inhaber eines Familienbetriebs und die Privatperson mit Vermietungseinkünften. Dazu kommen fast immer Bewerber. Drei bis fünf Gruppen sind für die meisten Firmenwebsites genug. Wenn Sie Ihre wichtigste Kundengruppe genauer beschreiben möchten, hilft der Ratgeber zum Best-Fit-Kundenprofil.
Schritt 2: Die Menschen mit Kundenkontakt befragen
Planen Sie pro Person 20 bis 30 Minuten ein. Stellen Sie immer dieselben Fragen, damit sich die Antworten vergleichen lassen:
- Welche drei Fragen hören Sie von neuen Interessenten am häufigsten?
- Welche Frage kommt kurz bevor jemand zusagt oder absagt?
- Was verwechseln Kunden häufig, was missverstehen sie über uns?
- Welche Begriffe benutzen Kunden, die wir intern anders nennen?
- Bei welcher Frage müssen Sie jedes Mal etwas nachschlagen oder jemanden fragen?
- Was sagen Kunden, warum sie sich am Ende für uns entschieden haben?
- Was sagen sie, wenn sie sich für jemand anderen entscheiden?
Bitten Sie die Telefonzentrale zusätzlich, zwei Wochen lang auf einer einfachen Strichliste festzuhalten, worum es in Anrufen geht. Diese Liste ist ehrlicher als jede Erinnerung und zeigt, welche Inhalte auf der Website fehlen.
Schritt 3: Weitere Quellen auswerten
- E-Mail-Postfächer von Vertrieb und Service: Suchen Sie nach wiederkehrenden Fragen in Erstanfragen.
- Angebote und Ausschreibungen: Welche Angaben verlangen Kunden immer wieder?
- Google Search Console der bestehenden Website: Unter „Leistung“ sehen Sie die Suchanfragen, über die Menschen Sie bereits finden.
- Die Google-Suche selbst: Geben Sie Ihre Leistung ein und notieren Sie die Fragen im Kasten „Ähnliche Fragen“. Wie man das systematisch macht, steht im Ratgeber zu Fragen-Keywords und „Ähnliche Fragen“.
- Bewertungen auf Google oder Branchenportalen, auch die Ihrer Wettbewerber: Was wird gelobt, was kritisiert?
Schritt 4: Die Fragenliste ordnen
Sammeln Sie alle Fragen in einer Tabelle mit vier Spalten: Frage, Zielgruppe, Phase (Orientierung, Vergleich, Entscheidung) und wo die Antwort auf der neuen Website stehen soll. Aus dieser Liste ergeben sich im nächsten Schritt die Seiten. Eine Frage wie „Welche Unterlagen brauche ich für das Erstgespräch?“ gehört auf eine Ablauf- oder Serviceseite; „Arbeiten Sie auch mit Edelstahl 1.4404?“ gehört auf die passende Leistungsseite.
| Frage | Zielgruppe | Phase | Ort auf der Website |
|---|---|---|---|
| Was kostet eine Wartung ungefähr? | Betriebsleiter | Vergleich | Leistungsseite Wartung, Abschnitt Preise und Ablauf |
| Wie schnell sind Sie bei einem Ausfall vor Ort? | Instandhaltung | Entscheidung | Seite Notdienst, prominent oben |
| Kann ich in Teilzeit einsteigen? | Bewerber | Orientierung | Karriere, Abschnitt Arbeitszeiten |
| Welche Unterlagen soll ich mitbringen? | Neukunde | Entscheidung | Seite „So arbeiten wir“, Downloadliste |
Wie leiten Sie die Seitenstruktur der neuen Website ab?
Die Seitenstruktur, auch Sitemap genannt, ist die Liste aller Seiten und ihrer Anordnung im Menü. Sie entsteht aus zwei Quellen: aus Ihren Zielen und aus der Fragenliste. Jede wichtige Leistung, die jemand gezielt sucht, bekommt eine eigene Seite. Jede Frage, die viele stellen, bekommt einen festen Platz.
Die wichtigste Regel lautet: eine Seite, ein Thema. Eine Sammelseite „Leistungen“, auf der acht Leistungen in je drei Sätzen stehen, wird für keine dieser Leistungen gefunden und beantwortet keine Frage gründlich. Acht eigene Leistungsseiten mit je einer klaren Aussage, Beispielen, Ablauf und Kontaktmöglichkeit leisten deutlich mehr.
Beispielstrukturen für drei typische Unternehmen
| Bereich | Dienstleister (z. B. Kanzlei, Ingenieurbüro, IT-Dienstleister) | Industrie (z. B. Maschinenbau, Zulieferer, Fertigung) | Lokaler Betrieb (z. B. Handwerk, Praxis, Gartenbau) |
|---|---|---|---|
| Startseite | Für wen, wobei, warum Sie; Leistungen; Ansprechpartner; Ablauf | Kernkompetenz, Branchen, Produkte oder Verfahren, Referenzen, Kontakt Vertrieb | Leistungen, Einzugsgebiet, Bewertungen, Telefonnummer und Öffnungszeiten sichtbar |
| Leistungen / Produkte | Eine Seite je Leistung oder Beratungsfeld | Seiten je Produktgruppe, Verfahren oder Fertigungstechnologie, mit technischen Daten | Eine Seite je Leistung, bei Bedarf je Ort im Einzugsgebiet |
| Zielgruppen / Branchen | Seiten je Mandanten- oder Kundengruppe | Branchenseiten (z. B. Lebensmittel, Medizintechnik, Automotive) | Meist nicht nötig, eventuell Privat und Gewerbe |
| Referenzen | Fallbeispiele mit Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis | Projektberichte, Anwendungsbeispiele, Kundenlogos mit Freigabe | Bildergalerie mit kurzen Projektbeschreibungen, Bewertungen |
| Über uns | Team mit Fotos und Schwerpunkten, Haltung, Geschichte kurz | Unternehmen, Standorte, Zertifizierungen, Qualität | Inhaber, Team, Meisterbetrieb, Werkstatt oder Praxis |
| Ablauf / Service | So arbeiten wir, Kosten, Erstgespräch, FAQ | Service, Ersatzteile, Downloads (Datenblätter, Zertifikate) | Ablauf, Preise oder Preisrahmen, FAQ, Terminbuchung |
| Karriere | Stellen, Einstieg, Ausbildung oder Referendariat | Stellen, Ausbildung, Arbeiten in der Fertigung mit echten Bildern | Stellen, Ausbildung, Quereinstieg |
| Wissen / Ratgeber | Fachartikel zu häufigen Fragen | Fachwissen, Normen, Werkstoffe, Anwendungen | Optional: Tipps, saisonale Hinweise |
| Kontakt | Ansprechpartner je Bereich, Formular, Terminbuchung | Vertrieb nach Region oder Produkt, Anfrageformular mit technischen Feldern | Telefon, Formular, Anfahrt, Öffnungszeiten |
Wie die Startseite im Einzelnen aufgebaut sein sollte, damit Besucher in den ersten Sekunden verstehen, ob sie richtig sind, beschreibt der Ratgeber zur Homepage-Struktur mit sieben Sektionen.
Faustregeln für Menü und Struktur
- Höchstens sechs bis sieben Punkte im Hauptmenü. Alles andere gehört in Untermenüs oder in den Seitenfuß.
- Menüpunkte in der Sprache Ihrer Kunden benennen, nicht in Ihrer internen Sprache. „Lösungen“ sagt weniger als „Wartung“ oder „Sondermaschinen“.
- Jede Seite sollte von der Startseite aus mit höchstens drei Klicks erreichbar sein.
- Kontakt und Telefonnummer sind auf jeder Seite sichtbar, nicht nur auf der Kontaktseite.
- Bei einem Relaunch: Jede alte Adresse, die Besucher oder Rankings bringt, bekommt eine Entsprechung auf der neuen Website. Wie das geht, steht in der Relaunch-Checkliste ohne Rankingverlust.
Halten Sie die Struktur als einfache Liste oder als Baumdiagramm fest und lassen Sie sie freigeben, bevor auch nur ein Text geschrieben wird. Änderungen an der Struktur sind in dieser Phase kostenlos, später werden sie teuer.
Wer liefert Inhalte, Texte und Fotos, und bis wann?
Inhalte sind der häufigste Grund, warum Website-Projekte sich um Monate verzögern. Das Design ist fertig, die Technik steht, aber die Texte für die Leistungsseiten liegen seit Wochen beim Vertriebsleiter, der dafür keine Zeit hat. Planen Sie die Inhalte deshalb so konkret wie einen Liefertermin in der Produktion: wer, was, bis wann.
Die Inhaltsplanung als Tabelle
Legen Sie für jede Seite aus der Sitemap eine Zeile an. Die Spalten zeigen, welche Bausteine die Seite braucht, wer sie liefert und bis wann. Ein Beispiel:
| Seite | Text | Fotos / Grafiken | Fachliche Freigabe | Lieferung bis |
|---|---|---|---|---|
| Startseite | Texter oder Agentur, auf Basis eines Interviews mit der Geschäftsführung | Fotograf: Team, Gebäude, Arbeitssituation | Geschäftsführung | Woche 6 |
| Leistung Wartung | Entwurf durch Texter, fachliche Stichpunkte vom Serviceleiter | Fotograf: Techniker im Einsatz | Serviceleiter | Woche 7 |
| Referenzen | Projektleitung liefert je Projekt fünf Stichpunkte | Vorhandene Projektfotos, Kundenfreigabe einholen | Vertrieb, Kunde | Woche 8 |
| Karriere | Personal und Texter, Interviews mit zwei Mitarbeitenden | Fotograf: echte Mitarbeitende am Arbeitsplatz | Personal, Betriebsrat falls vorhanden | Woche 8 |
| Impressum, Datenschutz | Geschäftsführung mit Rechtsberatung oder Datenschutzbeauftragtem | keine | Rechtliche Prüfung | Woche 9 |
Texte: selbst schreiben, schreiben lassen oder gemeinsam?
Es gibt drei realistische Wege. Erstens: Mitarbeitende schreiben selbst. Das ist günstig, scheitert aber oft an Zeit und daran, dass Fachleute für Fachleute schreiben und dabei die Fragen der Kunden überspringen. Zweitens: Ein Texter schreibt allein auf Basis vorhandener Unterlagen. Das geht schnell, klingt aber häufig austauschbar. Drittens, und in den meisten Fällen am besten: Ein Texter führt kurze Interviews mit Ihren Fachleuten, schreibt daraus die Texte, und die Fachleute prüfen nur noch auf Richtigkeit. Prüfen kostet Ihre Experten eine Stunde, Schreiben eine Woche.
Wie Texte aufgebaut sein müssen, damit sie Anfragen auslösen statt nur zu informieren, beschreibt der Ratgeber Website-Texte schreiben, die Anfragen bringen.
Fotos: echte Bilder schlagen Stockfotos
Für eine Firmenwebsite sind eigene Fotos fast immer die bessere Investition als jede Designidee. Besucher erkennen Stockfotos sofort, und ein Händedruck vor Glasfassade sagt nichts über Ihr Unternehmen. Planen Sie einen oder zwei Fototage ein und bereiten Sie sie vor:
- Shotliste vorab erstellen: Welche Seite braucht welches Motiv, im Hoch- oder Querformat?
- Mitarbeitende rechtzeitig informieren und schriftliche Einwilligungen für die Veröffentlichung einholen.
- Arbeitsplätze, Hallen und Fahrzeuge aufräumen, Arbeitskleidung bereitlegen.
- Porträts aller Ansprechpartner, die auf der Website stehen sollen, im gleichen Stil.
- Situationen statt Posen: Menschen bei der Arbeit, im Gespräch, an der Maschine.
Vorhandene Inhalte prüfen
Bei einer bestehenden Website gehen Sie jede Seite durch und entscheiden: übernehmen, überarbeiten oder streichen. Seiten, die über die Google Search Console nachweislich Besucher bringen, werden nicht einfach gelöscht, sondern überarbeitet und weitergeleitet. Prospekte, Präsentationen und Angebotsvorlagen enthalten oft gute Rohstoffe für neue Texte.
Baukasten, WordPress oder Individualentwicklung: welche Plattform passt?
Die Plattformfrage wird in vielen Unternehmen zu früh und zu emotional gestellt. Jemand kennt WordPress, jemand anderes hat von einem Baukasten gehört, und die Agentur hat ihr eigenes Lieblingssystem. Entscheiden Sie die Plattform erst, wenn Ziele, Struktur und Inhalte grob feststehen, denn erst dann wissen Sie, was die Website können muss.
Die drei Wege im ehrlichen Überblick
Baukasten (zum Beispiel Wix, Squarespace, Jimdo oder Webflow als anspruchsvollere Variante): Sie mieten Software und Hosting in einem. Der Einstieg ist schnell und günstig, Updates und Sicherheit übernimmt der Anbieter. Grenzen zeigen sich bei individuellen Funktionen, bei Mehrsprachigkeit in größerem Umfang, bei Schnittstellen zu Ihren Systemen und beim Umzug: Eine Baukasten-Website lässt sich in der Regel nicht einfach zu einem anderen Anbieter mitnehmen.
WordPress und vergleichbare Open-Source-Systeme: Die Software ist kostenlos, sehr verbreitet und durch Erweiterungen fast beliebig ausbaubar. Viele Dienstleister kennen sie, was Sie unabhängig macht. Der Preis dafür ist Pflege: Kern, Theme und Erweiterungen brauchen regelmäßige Updates, sonst entstehen Sicherheitslücken. Viele Erweiterungen machen eine Website zudem langsam und schwer wartbar. WordPress ist so gut wie die Disziplin, mit der es eingerichtet und gepflegt wird.
Individualentwicklung (eigener Code auf einem Framework, oft mit einem Headless-CMS für die Inhalte): Die Website wird genau für Ihre Anforderungen gebaut, ist meist schnell und schlank und kann tief mit Ihren Systemen verbunden werden, etwa mit einem Produktkonfigurator, einer Warenwirtschaft oder einem Bewerbermanagement. Dafür sind Sie stärker an Entwickler gebunden, die den Code kennen, und die Anfangsinvestition ist höher.
Einen ausführlicheren Vergleich der Systeme finden Sie im Ratgeber Webflow, Framer oder WordPress und in der Gegenüberstellung Template oder individuelles Webdesign.
Entscheidungsmatrix
Gehen Sie die Zeilen durch und markieren Sie, welche Aussage auf Ihr Vorhaben zutrifft. Die Spalte mit den meisten Treffern ist ein guter Ausgangspunkt für das Gespräch mit Anbietern, aber keine automatische Entscheidung.
| Kriterium | Baukasten passt, wenn … | WordPress passt, wenn … | Individualentwicklung passt, wenn … |
|---|---|---|---|
| Umfang | bis etwa 15 Seiten, wenig Wachstum geplant | mittlere bis große Website, laufend neue Inhalte | große oder komplexe Website, viele Seitentypen |
| Funktionen | Standard: Texte, Bilder, Formular, Galerie | Standard plus Blog, Stellenbörse, Mehrsprachigkeit | Konfigurator, Kundenportal, Datenabgleich mit ERP oder PIM |
| Pflege durch Sie | eine Person, gelegentlich, ohne Technikkenntnis | mehrere Redakteure mit Rollen und Rechten | Redaktion über ein CMS, Technik durch Dienstleister |
| Technische Betreuung | soll komplett beim Anbieter liegen | Wartungsvertrag oder interne IT vorhanden | fester Entwicklungspartner vorhanden oder gewünscht |
| Ladezeit und Suchmaschinen | gut genug für einfache Seiten | gut, wenn sauber gebaut und schlank gehalten | sehr gut steuerbar |
| Unabhängigkeit | gering, Umzug bedeutet Neubau | hoch, viele Dienstleister verfügbar | mittel, abhängig von Dokumentation und Code-Qualität |
| Anfangsinvestition | niedrig | mittel | höher |
| Laufende Kosten | feste Monatsgebühr | Hosting, Updates, Wartung | Hosting, Wartung, Weiterentwicklung |
Fragen, die Sie jedem Anbieter zur Technik stellen sollten
- Wem gehören Domain, Code, Inhalte und Zugänge nach Projektende?
- Wer spielt Updates ein, wie oft, und was kostet das?
- Wie werden Backups gemacht und wie schnell ist eine Wiederherstellung möglich?
- Wo steht der Server, und gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?
- Wie pflegen wir Texte und Bilder selbst, und gibt es eine Einweisung?
- Was passiert, wenn wir den Dienstleister wechseln wollen?
Mit welchem Budget sollten Sie planen, und wie vergleichen Sie Angebote?
Die Kosten einer Firmenwebsite hängen weniger vom Design ab als von vier Faktoren: dem Umfang (Zahl und Art der Seiten), dem Anteil, den Sie selbst liefern (Texte, Fotos, Struktur), den Funktionen (Formulare, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen) und der laufenden Betreuung nach dem Start. Zwei Angebote, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen, beschreiben oft schlicht zwei verschiedene Projekte.
Welche Preisrahmen für welche Art von Website üblich sind und wovon sie abhängen, erklärt der Ratgeber Was kostet eine Website? ausführlich. Für die Planung sind drei Punkte wichtig:
- Budget vorher festlegen und nennen. Ein seriöser Anbieter kann mit einem Budgetrahmen besser planen und Ihnen sagen, was darin realistisch ist. Wer das Budget verschweigt, bekommt Angebote, die sich nicht vergleichen lassen.
- Laufende Kosten mitrechnen. Hosting, Wartung, Lizenzen, Updates und kleine Änderungen fallen jedes Jahr an. Planen Sie die Website über drei Jahre, nicht nur bis zum Start.
- Ein gutes Briefing spart Geld. Je klarer Sie Ziele, Struktur und Lieferumfang beschreiben, desto genauer werden die Angebote. Eine Vorlage dafür finden Sie im Ratgeber Website-Briefing: Vorlage und Beispiel.
Wenn die Angebote vorliegen, prüfen Sie nicht nur den Preis, sondern was genau enthalten ist: Konzept, Texte, Fotos, Anzahl der Korrekturschleifen, Suchmaschinen-Grundlagen, Weiterleitungen beim Relaunch, Einweisung, Wartung. Welche Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten, steht im Ratgeber Webdesign-Angebot prüfen.
Warnsignal: Ein Angebot, das Design und Programmierung genau beziffert, bei Texten, Fotos und Inhaltspflege aber „liefert der Kunde“ schreibt, ist nur dann günstig, wenn Sie diese Arbeit wirklich selbst leisten können. Rechnen Sie die interne Zeit ehrlich mit.
Wie läuft ein typisches Website-Projekt ab, Woche für Woche?
Eine Firmenwebsite mittleren Umfangs, also etwa 15 bis 40 Seiten mit eigenen Texten und Fotos, braucht von der ersten Besprechung bis zum Start realistisch drei bis vier Monate. Kleinere Websites gehen schneller, große oder mehrsprachige dauern länger. Der folgende Fahrplan zeigt einen typischen Ablauf. Die Wochen sind Richtwerte und setzen voraus, dass Freigaben innerhalb weniger Tage erfolgen.
| Woche | Phase | Was passiert | Was Sie liefern oder entscheiden |
|---|---|---|---|
| 1 bis 2 | Ziele und Briefing | Auftaktgespräch, Ziele, Zielgruppen, Wettbewerber, Bestandsaufnahme der alten Website | Zielseite, Ansprechpartner, Zugänge zu Domain, alter Website, Search Console |
| 2 bis 4 | Struktur und Konzept | Fragenliste, Sitemap, Seitentypen, grobe Inhalte je Seite | Interviews mit Vertrieb und Service, Freigabe der Sitemap |
| 4 bis 6 | Design | Gestaltung von Startseite und zwei bis drei Musterseiten, danach Übertragung auf alle Seitentypen | Feedback gesammelt aus einer Hand, Freigabe des Designs |
| 4 bis 9 | Inhalte | Texte nach Interviews, Fototermin, Referenzen, Downloads | Fachliche Prüfung der Texte, Fototag organisieren, Kundenfreigaben für Referenzen |
| 6 bis 11 | Umsetzung | Programmierung oder Einrichtung, Einpflegen der Inhalte, Formulare, Grundlagen für Suchmaschinen | Rechtstexte, Angaben für Formulare (wer erhält welche Anfrage) |
| 11 bis 12 | Test und Abnahme | Test auf Smartphone, Tablet und Desktop, Formulare, Ladezeit, Weiterleitungen, Barrierefreiheit | Testdurchgang durch zwei bis drei Mitarbeitende, Abnahme |
| 12 bis 13 | Start | Umzug auf die Domain, Weiterleitungen aktiv, Search Console und Messung eingerichtet | Startdatum intern abstimmen, nicht vor Feiertagen oder Urlaub |
| 14 bis 20 | Nachbetreuung | Fehler beheben, erste Auswertung, kleinere Anpassungen | Rückmeldungen von Vertrieb und Telefonzentrale sammeln |
Die Phasen überlappen bewusst. Texte können geschrieben werden, während das Design entsteht, solange die Struktur feststeht. Was sich nicht überlappen sollte: Design vor Struktur und Programmierung vor freigegebenem Design. Wer diese Reihenfolge umdreht, baut zweimal.
Wo Projekte typischerweise ins Stocken geraten
- Feedback aus fünf Richtungen: Jede Abteilung kommentiert das Design einzeln, die Kommentare widersprechen sich, und niemand entscheidet.
- Texte bleiben liegen: Fachleute sollen schreiben, haben aber keine Zeit eingeplant bekommen.
- Freigaben dauern Wochen: Die Geschäftsführung ist auf Reisen, und ohne sie geht nichts weiter.
- Neue Wünsche in der Umsetzungsphase: Ein Shop, ein Kundenportal oder eine zweite Sprache werden nachgeschoben, wenn die Struktur längst steht.
Bei einem Relaunch einer Website, die bereits über Suchmaschinen gefunden wird, kommen zusätzliche Schritte hinzu: Bestandsaufnahme aller Adressen, Weiterleitungsplan, Test vor dem Start und Beobachtung danach. Planen Sie dafür mindestens eine zusätzliche Woche ein.
Wer muss im Unternehmen was tun? Rollen und Freigaben
Die wichtigste Personalentscheidung im Website-Projekt ist nicht die Wahl der Agentur, sondern die Wahl der internen verantwortlichen Person. Ohne sie wird jede Frage zur Rundmail, und jede Entscheidung wartet auf eine Besprechung.
Die verantwortliche Person
Benennen Sie genau eine Person, die das Projekt intern führt. Sie ist Ansprechpartner für den Dienstleister, sammelt Rückmeldungen, hält Termine nach und darf im vereinbarten Rahmen entscheiden. Das kann die Marketingleitung sein, eine Assistenz der Geschäftsführung oder eine Vertriebsperson mit Organisationstalent. Wichtig ist nicht der Titel, sondern dass diese Person Zeit hat: Rechnen Sie in intensiven Projektphasen mit einigen Stunden pro Woche und tragen Sie diese Zeit in die Planung ein.
Rollen im Überblick
| Rolle | Aufgabe im Projekt | Typischer Aufwand |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | Ziele festlegen, Budget freigeben, Struktur und Design final freigeben | Wenige Termine an festen Meilensteinen |
| Projektverantwortliche Person | Koordination, Feedback bündeln, Termine, Zwischenentscheidungen | Laufend über das ganze Projekt |
| Fachleute (Vertrieb, Technik, Service) | Interviews geben, Texte fachlich prüfen | Ein bis zwei Stunden je Leistungsbereich |
| Personal | Karrierebereich, Stellenanzeigen, Einwilligungen für Fotos | Punktuell |
| IT | Domain, DNS, E-Mail-Weiterleitung der Formulare, Schnittstellen | Punktuell vor dem Start |
| Datenschutzbeauftragte Person oder Rechtsberatung | Datenschutzerklärung, Einwilligungen, Verträge zur Auftragsverarbeitung | Punktuell |
Freigaben richtig organisieren
- Legen Sie zu Beginn fest, wer welche Ergebnisse freigibt: Sitemap, Design, Texte je Bereich, Abnahme.
- Sammeln Sie Feedback in einem Dokument oder Werkzeug, nicht in verstreuten E-Mails.
- Vereinbaren Sie Fristen für Freigaben, zum Beispiel fünf Arbeitstage. Was nach Ablauf nicht kommentiert ist, gilt als freigegeben.
- Unterscheiden Sie Geschmack von Ziel: „Gefällt mir nicht“ ist ein schwaches Argument, „Unsere Einkäufer finden die technischen Daten nicht“ ein starkes.
Welche rechtlichen Punkte gehören in die Planung?
Rechtliche Anforderungen an eine Firmenwebsite sollten Sie nicht erst kurz vor dem Start bedenken, weil sie Technik und Gestaltung beeinflussen. Dieser Abschnitt gibt einen allgemeinen Überblick für Deutschland und ersetzt keine Rechtsberatung. Lassen Sie Impressum, Datenschutzerklärung und Einwilligungslösungen von einer fachkundigen Stelle prüfen, etwa einer Rechtsanwältin, einem Datenschutzbeauftragten oder Ihrem Branchenverband. In Österreich und der Schweiz gelten teils andere Regeln.
Impressum
Geschäftsmäßige Websites brauchen in Deutschland eine Anbieterkennzeichnung. Die Pflicht ergibt sich seit Mai 2024 aus dem Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), das das frühere Telemediengesetz abgelöst hat. Das Impressum muss leicht erkennbar und von jeder Seite aus erreichbar sein, üblicherweise über einen Link im Seitenfuß. Welche Angaben genau nötig sind, hängt von Rechtsform, Branche und Berufsrecht ab.
Datenschutz und Einwilligungen
Die Datenschutzerklärung beschreibt, welche personenbezogenen Daten die Website verarbeitet, etwa über Kontaktformulare, Server-Protokolle, eingebundene Karten, Videos, Schriftarten von Drittanbietern oder Analysewerkzeuge. Für Cookies und ähnliche Techniken, die nicht unbedingt erforderlich sind, ist in der Regel eine Einwilligung nötig. Für die Planung heißt das:
- Erstellen Sie früh eine Liste aller Dienste, die eingebunden werden sollen (Analyse, Karten, Videos, Terminbuchung, Chat, Bewerbermanagement).
- Fragen Sie bei jedem Dienst: Brauchen wir ihn wirklich, und gibt es eine datensparsame Alternative?
- Klären Sie, mit welchen Dienstleistern Verträge zur Auftragsverarbeitung nötig sind, und ob Daten außerhalb der EU verarbeitet werden.
- Planen Sie, dass Formulare nur die Daten abfragen, die Sie für die Anfrage wirklich brauchen.
Barrierefreiheit
Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher, darunter Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, also etwa Online-Shops oder Websites, über die Verbraucher Verträge abschließen. Für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, gibt es Ausnahmen. Ob und in welchem Umfang Ihre Website betroffen ist, hängt von Ihrem Angebot ab und sollte geprüft werden. Einen Überblick gibt der Ratgeber Barrierefreie Website: was das BFSG für Unternehmen bedeutet.
Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht lohnt es sich, Barrierefreiheit von Anfang an einzuplanen: ausreichende Kontraste, lesbare Schriftgrößen, Bedienbarkeit per Tastatur, Alternativtexte für Bilder, klare Überschriftenstruktur und verständliche Formulare. Nachträglich eingebaut ist das deutlich aufwendiger als von Beginn an mitgedacht, und es hilft allen Besuchern, auch denen mit kleinem Bildschirm oder schlechtem Licht.
Was passiert nach dem Start? Messung, Pflege und neue Inhalte
Der Start der Website ist nicht das Ende des Projekts, sondern der Beginn der Phase, in der sie ihre Arbeit tut. Websites, die nach dem Start nicht mehr angefasst werden, verlieren über die Jahre an Aktualität, an Sichtbarkeit und an Sicherheit.
Messung: Prüfen, ob die Ziele erreicht werden
Kehren Sie zu Ihrer Zielseite aus dem ersten Schritt zurück. Für jedes Ziel brauchen Sie eine Messgröße und eine Quelle:
| Ziel | Messgröße | Quelle |
|---|---|---|
| Anfragen gewinnen | Formularanfragen, Anrufe über die Website, Anteil qualifizierter Anfragen | Analysewerkzeug mit Ereignissen, Auswertung im Vertrieb |
| Bewerber gewinnen | Bewerbungen über die Website, Aufrufe der Stellenseiten | Bewerbermanagement, Analysewerkzeug |
| Vertrauen schaffen | Aufrufe von Referenzen und Team, Hinweise im Erstgespräch | Analysewerkzeug, Nachfrage im Vertrieb |
| Service entlasten | Anrufe zu Standardfragen, Downloads, Nutzung von Serviceformularen | Strichliste der Telefonzentrale, Analysewerkzeug |
| Gefunden werden | Klicks und Impressionen für wichtige Suchbegriffe | Google Search Console, Bing Webmaster Tools |
Richten Sie die Google Search Console spätestens am Starttag ein und reichen Sie die Sitemap ein. Wie Sie die Search Console mit Google Analytics verbinden, zeigt die Anleitung GA4 und Search Console verbinden. Fragen Sie außerdem den Vertrieb regelmäßig, wie neue Kunden auf Sie aufmerksam geworden sind. Diese einfache Frage liefert oft bessere Hinweise als jede Statistik.
Pflege: Technik und Inhalte aktuell halten
- Technisch: Updates, Backups, Überwachung der Erreichbarkeit, Prüfung der Formulare. Klären Sie, ob das ein Wartungsvertrag abdeckt oder wer intern zuständig ist.
- Inhaltlich: Mitarbeitende, Ansprechpartner, Stellen, Öffnungszeiten, Zertifikate und Referenzen veralten schnell. Legen Sie fest, wer diese Angaben aktuell hält.
- Funktional: Testen Sie jeden Monat selbst, ob eine Anfrage über das Kontaktformular tatsächlich ankommt. Formulare, die still nicht mehr funktionieren, gehören zu den teuersten Fehlern einer Firmenwebsite.
Neue Inhalte: die Website wachsen lassen
Die Fragenliste aus der Planung ist nach dem Start ein Themenvorrat. Jede Frage, die auf der Website noch nicht gründlich beantwortet ist, kann ein Ratgeber, ein Abschnitt auf einer Leistungsseite oder ein FAQ-Eintrag werden. Ein realistischer Rhythmus für kleine und mittlere Unternehmen ist ein neuer oder überarbeiteter Inhalt pro Monat. Wie Sie das systematisch aufbauen, beschreibt der Ratgeber zur B2B-Content-Strategie.
Ein sinnvoller Termin ist eine Auswertung nach drei Monaten und eine weitere nach zwölf Monaten: Was funktioniert, welche Seiten werden kaum besucht, welche Fragen stellen Kunden weiterhin am Telefon?
Die Planungs-Checkliste zum Ausdrucken
Diese Checkliste fasst den Leitfaden zusammen. Drucken Sie sie aus, legen Sie sie in den Projektordner und haken Sie die Punkte in der Reihenfolge ab. Jeder Punkt, der offen bleibt, wird später im Projekt teurer.
Vor dem ersten Gespräch mit Anbietern
- ☐ Hauptziel und höchstens zwei Nebenziele schriftlich formuliert, mit Messgröße
- ☐ Drei bis fünf Zielgruppen benannt
- ☐ Vertrieb, Telefonzentrale und Service zu den häufigsten Kundenfragen befragt
- ☐ Fragenliste mit Zielgruppe, Phase und geplantem Ort auf der Website angelegt
- ☐ Bestehende Website ausgewertet: wichtige Seiten, Suchanfragen in der Search Console, Zugänge gesichert
- ☐ Interne verantwortliche Person benannt und Zeit dafür eingeplant
- ☐ Budgetrahmen für Erstellung und für drei Jahre Betrieb festgelegt
- ☐ Briefing geschrieben
Bei der Auswahl des Dienstleisters
- ☐ Mindestens zwei bis drei vergleichbare Angebote eingeholt
- ☐ Leistungsumfang verglichen: Konzept, Texte, Fotos, Korrekturschleifen, Suchmaschinen-Grundlagen, Weiterleitungen, Einweisung
- ☐ Laufende Kosten und Wartung geklärt
- ☐ Eigentum an Domain, Code, Inhalten und Zugängen vertraglich geregelt
- ☐ Plattform anhand der Entscheidungsmatrix begründet gewählt
Während des Projekts
- ☐ Sitemap freigegeben, bevor Design und Texte beginnen
- ☐ Inhaltsplan mit Verantwortlichen und Lieferterminen je Seite
- ☐ Fototag geplant, Shotliste erstellt, Einwilligungen eingeholt
- ☐ Freigabeprozess mit Zuständigkeiten und Fristen festgelegt
- ☐ Liste aller eingebundenen Dienste für die Datenschutzerklärung
- ☐ Impressum und Datenschutzerklärung rechtlich geprüft
- ☐ Barrierefreiheit in Design und Umsetzung berücksichtigt, Betroffenheit vom BFSG geprüft
- ☐ Bei Relaunch: Weiterleitungsplan für alle wichtigen alten Adressen
Vor und nach dem Start
- ☐ Test auf Smartphone, Tablet und Desktop durch mehrere Personen
- ☐ Alle Formulare getestet, Empfänger der Anfragen geklärt
- ☐ Ladezeit mit PageSpeed Insights geprüft
- ☐ Search Console eingerichtet, Sitemap eingereicht, Messung der Ziele aktiv
- ☐ Zuständigkeit für technische und inhaltliche Pflege festgelegt
- ☐ Auswertungstermine nach drei und nach zwölf Monaten im Kalender
Die typischen Fehler, kurz zusammengefasst
- Mit dem Design beginnen: Wer zuerst über Farben und Startseitenbilder spricht, gestaltet eine Hülle ohne Inhalt.
- Für sich selbst schreiben: Texte über Firmengeschichte und Werte statt Antworten auf die Fragen der Kunden.
- Alle Leistungen auf eine Seite: Wird für nichts gefunden und überzeugt niemanden gründlich.
- Keine verantwortliche Person: Entscheidungen bleiben liegen, das Projekt zieht sich über ein Jahr.
- Inhalte unterschätzen: Texte und Fotos werden als Nebensache geplant und bremsen am Ende alles.
- Alte Adressen vergessen: Beim Relaunch gehen Rankings verloren, weil Weiterleitungen fehlen.
- Nach dem Start nichts mehr tun: Keine Messung, keine Pflege, nach drei Jahren beginnt alles von vorn.
Wenn Sie die Planung lieber gemeinsam mit einem Team angehen möchten, das Struktur, Texte, Design und Technik aus einer Hand verantwortet, finden Sie unser Vorgehen auf der Seite Website erstellen lassen.