HubSpot-Traffic-Einbruch: Was wirklich dahintersteckt
HubSpots Blog hat seit März 2024 kontinuierlich organischen Traffic verloren. Der Einbruch ist real: Der Blog-Subdomain-Anteil am gesamten organischen Traffic fiel von 77 Prozent im Januar 2024 auf 42 Prozent im Dezember 2024. Das klingt dramatisch. Aber wer genau hinschaut, sieht ein anderes Bild als die Untergangs-Narrative in manchen LinkedIn-Kommentaren.
Die Seiten, die am stärksten verloren haben, sind Artikel über Themen wie 'Shrug Emoji', 'berühmte Zitate' oder 'Schwächen im Vorstellungsgespräch'. Populäre Suchanfragen, keine Frage. Aber nichts davon hat irgendetwas mit CRM-Software, Marketing-Automatisierung oder HubSpots Kerngeschäft zu tun. Google hat diese Seiten nicht bestraft, weil HubSpot etwas falsch gemacht hat. Google hat schlicht begonnen, relevantere Quellen zu bevorzugen: Microsoft rankt jetzt für Excel-Fragen mit Support-Seiten aus dem eigenen Ökosystem. Adobe für Design-Themen. Reddit für Community-Fragen. Das ist keine Willkür, das ist Relevanz-Logik.
Gleichzeitig hat HubSpot bei Inhalten, die zum Kerngeschäft passen, in denselben sechs Monaten Traffic gewonnen. Email-Analytics, Landing-Page-Optimierung, Präsentationsdesign. Das zeigt: Das SEO-Fundament ist nicht kaputt. Die Strategie, mit Off-Topic-Content auf Masse zu spielen, funktioniert nach den jüngsten Core Updates schlicht nicht mehr so wie früher.
HubSpot reagiert bereits: Mehrere der verlorenen Off-Topic-Seiten wurden mit 302-Redirects auf eine Content-Audit-Anleitung umgeleitet. Das ist ein klares Signal, dass intern eine Bereinigung läuft. Ob 302 die richtige Wahl ist oder ob 301 oder Canonical-Lösungen besser passen, ist eine andere Diskussion. Aber die Richtung stimmt: Weg von Masse, hin zu thematischer Relevanz.
1. Prüfe dein Content-Portfolio auf Off-Topic-Seiten: Exportiere deine Top-100-Seiten nach Traffic aus Google Search Console oder einem Tool wie Ahrefs. Markiere alle Seiten, deren Hauptkeyword keinen direkten Bezug zu deinem Produkt, deiner Dienstleistung oder deiner Zielgruppe hat. Das sind deine Risiko-Seiten bei künftigen Core Updates.
2. Stelle die Relevanz-Frage pro Seite konkret: Würde ein potenzieller Kunde, der diese Seite findet, jemals dein Angebot kaufen? Wenn die Antwort Nein ist, hat die Seite keinen strategischen Wert, auch wenn sie Traffic bringt. Traffic ohne Conversion-Potenzial ist eine Illusion im Content-Budget.
3. Entscheide pro Off-Topic-Seite: Löschen mit 301-Redirect auf die thematisch nächste relevante Seite, Konsolidieren mit einem bestehenden Artikel der besser zum Kernthema passt, oder Umschreiben falls das Thema mit echtem Aufwand auf das Kerngeschäft ausgerichtet werden kann. Kein 302 für permanente Entscheidungen, das sendet gemischte Signale an Google.
4. Investiere das freiwerdende Content-Budget in Themen mit Geschäftsrelevanz: Schreib Guides, die deine Kernkompetenz zeigen. Nicht weil Google das belohnt, sondern weil diese Seiten bei Core Updates stabil bleiben und gleichzeitig Leads generieren. Zwei Fliegen, eine Klappe.
5. Beobachte nach dem nächsten Core Update gezielt welche Seiten gewonnen und verloren haben. Wenn Gewinner thematisch eng am Kerngeschäft sind und Verlierer Off-Topic-Content, bestätigt das das Muster und gibt dir Klarheit für die nächste Bereinigungsrunde.
Original-Artikel auf Aleyda Solis — SEO:
Caída del tráfico orgánico del blog de Hubspot: ¿Qué ocurrió? ¿Es realmente tan grave? ¿Qué significa para el SEO? ↗Mehr lesen
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