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Was ist Keyword Research?

Keyword Research (deutsch: Keyword-Recherche) ist die systematische Analyse von Suchbegriffen, die Nutzer in Suchmaschinen eingeben, um Informationen, Produkte oder Dienstleistungen zu finden. Ziel ist es, relevante Begriffe nach Suchvolumen, Wettbewerbsintensität und Nutzerintention zu bewerten und daraus strategische Entscheidungen für Content, SEO und digitales Marketing abzuleiten. Keyword Research bildet die Grundlage jeder datengetriebenen Suchmaschinenoptimierung und bestimmt, welche Themen und Formulierungen auf einer Website priorisiert werden sollten.
2 Min Lesezeit ·
Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Keyword Research relevant ist
  2. Wie Keyword Research in der Praxis funktioniert
  3. Was Keyword Research nicht ist

Warum Keyword Research relevant ist

Suchmaschinen wie Google verarbeiten täglich Milliarden von Suchanfragen. Keyword Research entstand als Disziplin, weil Unternehmen verstehen müssen, welche Begriffe ihre Zielgruppe tatsächlich verwendet — und nicht nur, welche Begriffe intern bevorzugt werden. Die Diskrepanz zwischen Unternehmenssprache und tatsächlichem Suchverhalten ist einer der häufigsten Gründe für mangelnde organische Sichtbarkeit.

Im B2B-Marketing ist Keyword Research besonders relevant, weil Entscheidungsprozesse länger sind und unterschiedliche Stakeholder unterschiedliche Suchbegriffe verwenden. Ein Einkäufer sucht nach „Softwarelösung Lagerverwaltung Kosten", während ein IT-Leiter nach „WMS Integration ERP" sucht. Ohne systematische Keyword-Analyse bleiben diese Nuancen unsichtbar.

Wie Keyword Research in der Praxis funktioniert

Eine typische Keyword-Recherche umfasst folgende Schritte:

  1. Seed-Keywords definieren: Ausgangsbegriffe werden aus dem Produktportfolio, der Zielgruppe oder bestehenden Rankings abgeleitet.
  2. Keyword-Expansion: Tools wie Google Keyword Planner, Ahrefs oder Semrush erweitern die Seed-Liste um verwandte Begriffe, Synonyme und Long-Tail-Varianten.
  3. Metriken bewerten: Jedes Keyword wird nach monatlichem Suchvolumen, Keyword Difficulty (Wettbewerbsintensität) und Cost-per-Click bewertet.
  4. Suchintention klassifizieren: Keywords werden in informational, navigational, commercial oder transactional eingeteilt — je nachdem, was der Nutzer mit der Suche bezweckt.
  5. Priorisierung und Mapping: Die gefilterten Keywords werden konkreten Seiten oder Content-Formaten zugeordnet.

Beispiel: Ein Anbieter von HR-Software analysiert, dass der Begriff „Personalverwaltung Software" monatlich 1.200 Mal gesucht wird, während „HR Software KMU" nur 320 Suchanfragen hat, aber eine deutlich geringere Wettbewerbsintensität aufweist und eine klarere kommerzielle Intention signalisiert. Die Keyword Research liefert die Datenbasis, um zu entscheiden, welcher Begriff für eine Landingpage und welcher für einen Blogartikel geeignet ist.

Was Keyword Research nicht ist — Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Keyword Research wird häufig mit verwandten Konzepten gleichgesetzt, die jedoch eigenständige Disziplinen darstellen:

  • Keyword Research ≠ On-Page-Optimierung: Die Recherche identifiziert relevante Begriffe. Die On-Page-Optimierung beschreibt, wie diese Begriffe technisch und inhaltlich auf einer Seite eingesetzt werden.
  • Keyword Research ≠ Content-Strategie: Keyword Research ist ein Input für die Content-Strategie, ersetzt sie aber nicht. Eine Content-Strategie umfasst zusätzlich Formate, Tonalität, Redaktionsplanung und Distribution.
  • Keyword Research ≠ Wettbewerbsanalyse: Auch wenn Tools Competitor-Keywords zeigen, ist die systematische Analyse von Wettbewerbern eine eigene strategische Aufgabe.
  • Keyword Research ≠ SEO-Audit: Ein SEO-Audit bewertet den technischen und inhaltlichen Zustand einer bestehenden Website. Keyword Research ist vorgelagert und themenstrategisch ausgerichtet.

Keyword Research ist ein analytischer Prozess, kein einmaliges Ereignis. Suchverhalten verändert sich mit Marktentwicklungen, saisonalen Trends und neuen Produktkategorien. Eine regelmäßige Aktualisierung der Keyword-Basis ist daher essenziell für nachhaltige Sichtbarkeit.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Short-Tail- und Long-Tail-Keywords? +
Short-Tail-Keywords sind kurze, generische Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen und starkem Wettbewerb, zum Beispiel „CRM Software". Long-Tail-Keywords sind spezifischere Mehrwortphrasen mit geringerem Suchvolumen, aber höherer Konversionswahrscheinlichkeit, zum Beispiel „CRM Software für kleine Unternehmen kostenlos". Im B2B-Marketing sind Long-Tail-Keywords oft wertvoller, weil sie eine klarere Kaufintention signalisieren.
Welche Tools werden für Keyword Research verwendet? +
Die gängigsten Tools für Keyword Research sind Google Keyword Planner (kostenlos, direkte Google-Daten), Ahrefs, Semrush und Moz (kostenpflichtig, umfangreiche Wettbewerbsdaten) sowie Google Search Console (für bestehende Rankings). Ergänzend liefern Tools wie AnswerThePublic oder AlsoAsked Einblicke in fragenbasierte Suchanfragen, die besonders für Content-Planung und Featured Snippets relevant sind.
Wie oft sollte Keyword Research wiederholt werden? +
Keyword Research ist kein einmaliger Prozess. Eine vollständige Überarbeitung empfiehlt sich mindestens einmal jährlich sowie bei wesentlichen Änderungen im Produktportfolio, nach Google Core Updates oder bei erkennbaren Veränderungen im organischen Traffic. Für aktive Content-Teams ist eine quartalsweise Überprüfung der Keyword-Prioritäten sinnvoll, um auf veränderte Suchtrends zu reagieren.
Was bedeutet Suchintention im Kontext von Keyword Research? +
Suchintention (Search Intent) beschreibt das Ziel, das ein Nutzer mit einer Suchanfrage verfolgt. Man unterscheidet vier Typen: informational (Wissen erlangen), navigational (eine bestimmte Website finden), commercial (Optionen vergleichen) und transactional (kaufen oder konvertieren). Keyword Research ohne Berücksichtigung der Suchintention führt zu Inhalten, die zwar ranken, aber nicht konvertieren — weil Format und Inhalt nicht zur Erwartung des Nutzers passen.
Ist Keyword Research für B2B-Unternehmen anders als für B2C? +
Ja. Im B2B-Bereich sind Suchvolumina oft geringer, die Suchbegriffe technischer und die Kaufzyklen länger. Mehrere Personas mit unterschiedlichen Fachbegriffen suchen nach derselben Lösung. Keyword Research im B2B muss daher stärker auf Rollenspezifik, Branchenjargon und funnel-spezifische Begriffe eingehen. Zudem sind informational Keywords im B2B besonders wertvoll, da sie Vertrauen aufbauen, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird.

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