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Was ist Domain Rating?

Domain Rating (DR) ist eine proprietäre SEO-Kennzahl des Tools Ahrefs, die die Stärke des Backlink-Profils einer Domain auf einer logarithmischen Skala von 0 bis 100 bewertet. Ein hoher DR-Wert signalisiert, dass eine Domain viele qualitativ hochwertige eingehende Links von anderen starken Domains erhält. Domain Rating ist kein offizieller Google-Rankingfaktor, wird aber in der SEO-Praxis häufig als Proxy für die allgemeine Linkautorität einer Website verwendet.
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Inhaltsverzeichnis
  1. Warum Domain Rating relevant ist
  2. Wie Domain Rating in der Praxis funktioniert
  3. Was Domain Rating nicht ist — Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Warum Domain Rating relevant ist

Domain Rating wurde von Ahrefs entwickelt, um die relative Linkautorität einer Domain schnell und vergleichbar messbar zu machen. In der SEO-Praxis stehen Webmaster und Marketing-Teams vor der Aufgabe, potenzielle Linkpartner, Konkurrenten oder Gastbeitragsseiten zu bewerten. Ein einheitlicher numerischer Wert erleichtert diesen Vergleich erheblich.

Der DR-Wert wird auf Basis des gesamten eingehenden Backlink-Profils einer Domain berechnet: Anzahl der verlinkenden Domains, deren eigener DR-Wert sowie die Anzahl der ausgehenden Links dieser Domains. Die Skala ist logarithmisch — der Unterschied zwischen DR 70 und DR 80 ist deutlich größer als zwischen DR 10 und DR 20.

Im B2B-Marketing und bei der Bewertung von Linkbuilding-Kampagnen dient Domain Rating als schneller Orientierungswert: Domains mit höherem DR gelten als attraktivere Linkquellen, da ein Backlink von dort potenziell mehr Linkautorität überträgt.

Wie Domain Rating in der Praxis funktioniert

Ein konkretes Anwendungsbeispiel: Ein SEO-Manager möchte Gastbeiträge auf externen Blogs platzieren, um Backlinks für die eigene Unternehmenswebsite zu gewinnen. Er filtert potenzielle Zielseiten in Ahrefs nach einem Mindest-DR von 40, um sicherzustellen, dass nur Domains mit einem soliden Backlink-Profil berücksichtigt werden.

Typische Anwendungsfälle im Überblick:

  • Linkbuilding-Qualifizierung: Potenzielle Linkquellen anhand ihres DR vorfiltern und priorisieren.
  • Wettbewerbsanalyse: Den DR der eigenen Domain mit direkten Wettbewerbern vergleichen, um Lücken im Backlink-Profil zu identifizieren.
  • Content-Strategie: Einschätzen, welche Domains als Referenzquellen oder Kooperationspartner besonders wertvoll sind.
  • Fortschrittsmessung: Den eigenen DR-Wert über Zeit tracken, um den Erfolg von Linkbuilding-Maßnahmen zu dokumentieren.

Wichtig: Da die Skala logarithmisch aufgebaut ist, erfordert eine Steigerung des DR im oberen Bereich (z. B. von DR 70 auf DR 75) deutlich mehr Aufwand als im unteren Bereich.

Was Domain Rating nicht ist — Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Domain Rating wird häufig mit ähnlichen Kennzahlen verwechselt. Die wichtigsten Abgrenzungen:

  • Domain Rating vs. Domain Authority (DA): Domain Authority ist eine vergleichbare Kennzahl des Tools Moz. Beide messen Linkautorität, verwenden jedoch unterschiedliche Algorithmen und Datensätze. Die Werte sind nicht direkt vergleichbar.
  • Domain Rating vs. URL Rating (UR): Während DR die Linkautorität der gesamten Domain bewertet, misst URL Rating (ebenfalls von Ahrefs) die Linkstärke einer einzelnen URL bzw. Unterseite.
  • Domain Rating vs. Google PageRank: PageRank ist Googles interner Algorithmus zur Bewertung von Seiten. DR ist ein externer Näherungswert und hat keinen direkten Einfluss auf Google-Rankings.
  • Domain Rating vs. Trust Flow / Citation Flow: Diese Kennzahlen stammen vom Tool Majestic und messen ebenfalls Linkqualität und -quantität, jedoch nach eigener Methodik.

Domain Rating ist ausschließlich ein Ahrefs-interner Wert und kein von Google verwendeter oder anerkannter Rankingfaktor. Er dient als Orientierungshilfe für SEO-Entscheidungen, ersetzt jedoch keine umfassende Backlink-Analyse.

Häufige Fragen

Was ist ein guter Domain Rating Wert? +
Ein Domain Rating von 0–30 gilt als niedrig und ist typisch für neue oder wenig verlinkte Websites. Werte zwischen 30–60 gelten als mittel und sind für viele etablierte Unternehmenswebsites realistisch. Ab DR 60 spricht man von einer starken Linkautorität, Werte über 70 erreichen vor allem große Medien, Nachrichtenportale und bekannte Marken. Da die Skala logarithmisch ist, sind absolute Vergleiche nur innerhalb derselben Nische sinnvoll.
Wie wird Domain Rating berechnet? +
Ahrefs berechnet Domain Rating auf Basis der Anzahl eingehender Backlinks, der Qualität der verlinkenden Domains (gemessen an deren eigenem DR) sowie der Anzahl ausgehender Links dieser Domains. Je mehr starke Domains auf eine Website verlinken und je weniger andere Seiten diese Domains ebenfalls verlinken, desto höher steigt der DR-Wert. Die genaue Formel ist proprietär und wird von Ahrefs nicht vollständig offengelegt.
Beeinflusst Domain Rating das Google-Ranking direkt? +
Nein. Domain Rating ist eine Ahrefs-eigene Kennzahl und kein offizieller Google-Rankingfaktor. Google verwendet seinen eigenen internen PageRank-Algorithmus, der nicht öffentlich zugänglich ist. DR dient SEOs als externer Näherungswert für Linkautorität, korreliert aber nicht zwingend mit tatsächlichen Google-Rankings. Eine hohe Korrelation zwischen DR und Rankings ist möglich, aber nicht kausal belegt.
Was ist der Unterschied zwischen Domain Rating und Domain Authority? +
Domain Rating (DR) ist eine Kennzahl von Ahrefs, Domain Authority (DA) eine vergleichbare Kennzahl von Moz. Beide messen die relative Linkautorität einer Domain auf einer Skala von 0 bis 100, verwenden jedoch unterschiedliche Datensätze, Crawling-Frequenzen und Berechnungsalgorithmen. Die Werte sind nicht direkt vergleichbar — eine Domain kann einen hohen DR und einen niedrigen DA haben oder umgekehrt.
Wie kann man das Domain Rating einer Website erhöhen? +
Domain Rating steigt, wenn eine Website mehr Backlinks von Domains mit hohem DR erhält. Wirksame Maßnahmen sind: gezieltes Linkbuilding durch Gastbeiträge auf relevanten Fachportalen, digitale PR-Kampagnen, die natürliche Verlinkungen erzeugen, sowie die Erstellung von zitierfähigen Inhalten wie Studien, Statistiken oder Glossaren. Gleichzeitig sollten toxische oder minderwertige Backlinks durch Disavow-Maßnahmen neutralisiert werden.

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