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Was ist ein DoFollow Link?

Ein DoFollow Link ist ein Hyperlink, der Suchmaschinen-Crawlern explizit erlaubt, dem Link zu folgen und den sogenannten Link Equity – auch PageRank oder Linkjuice genannt – von der verlinkenden Seite auf die verlinkte Seite zu übertragen. DoFollow ist der Standardzustand eines HTML-Ankerlinks: Fehlt das Attribut <code>rel='nofollow'</code>, behandeln Google, Bing und andere Suchmaschinen den Link automatisch als DoFollow. Diese Links gelten als eines der stärksten Rankingsignale im SEO und beeinflussen direkt die Autorität und Sichtbarkeit der verlinkten Seite in den organischen Suchergebnissen.
3 Min Lesezeit ·
Inhaltsverzeichnis
  1. Warum DoFollow Links im SEO relevant sind
  2. Wie ein DoFollow Link in der Praxis funktioniert
  3. Was ein DoFollow Link nicht ist – Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Warum DoFollow Links im SEO relevant sind

Das Konzept des DoFollow Links geht auf das ursprüngliche PageRank-Modell von Google zurück: Jede Seite im Web besitzt eine messbare Autorität, die durch eingehende Links weitergegeben wird. Ein DoFollow Link signalisiert der Suchmaschine: „Diese Quelle ist vertrauenswürdig genug, um ihr Autorität zu übertragen." Je mehr qualitativ hochwertige DoFollow Links auf eine Seite verweisen, desto höher bewertet Google in der Regel deren Relevanz und Vertrauenswürdigkeit für bestimmte Suchanfragen.

Im B2B-Marketing und im Linkbuilding ist die Unterscheidung zwischen DoFollow und NoFollow Links deshalb strategisch entscheidend: Pressemitteilungen, Gastbeiträge, Branchenverzeichnisse und redaktionelle Erwähnungen werden primär nach ihrem DoFollow-Potenzial bewertet, weil nur diese Links direkt zur organischen Sichtbarkeit beitragen.

Wie ein DoFollow Link in der Praxis funktioniert

Ein Standard-HTML-Ankerlink ohne zusätzliche Attribute ist automatisch ein DoFollow Link:

<a href='https://example.com'>Beispielseite</a>

Dieser Link überträgt Linkjuice von der verlinkenden Seite auf example.com. Im Gegensatz dazu würde das Hinzufügen von rel='nofollow' diese Übertragung unterbinden.

In der Praxis bedeutet das: Wenn ein renommiertes Branchenmagazin in einem redaktionellen Artikel ohne nofollow-Attribut auf die Website eines Unternehmens verlinkt, wertet Google diesen Link als Vertrauenssignal. Das Ergebnis ist typischerweise eine Verbesserung des Domain Authority-Wertes und mittel- bis langfristig bessere Rankings für relevante Keywords.

  • Redaktionelle Backlinks aus Fachmedien sind die wertvollsten DoFollow Links.
  • Gastbeiträge auf themenrelevanten Blogs generieren DoFollow Links mit hohem Kontextbezug.
  • Branchenverzeichnisse mit DoFollow-Verlinkung stärken lokale und nischenbezogene Autorität.
  • Partnerseiten und Ressourcenseiten sind klassische Quellen für DoFollow Linkbuilding im B2B.

Was ein DoFollow Link nicht ist – Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Ein DoFollow Link ist kein Qualitätsmerkmal per se. Ein DoFollow Link von einer Spam-Seite oder einer thematisch irrelevanten Domain kann das Ranking negativ beeinflussen oder von Google schlicht ignoriert werden. Die Qualität der verlinkenden Seite ist ebenso entscheidend wie der Link-Typ selbst.

DoFollow vs. NoFollow: Ein rel='nofollow'-Link überträgt keinen PageRank. Google behandelt NoFollow-Links seit 2019 als „Hinweis", nicht als strikte Anweisung – die Übertragung von Autorität bleibt jedoch die Ausnahme.

DoFollow vs. Sponsored: Das Attribut rel='sponsored' kennzeichnet bezahlte Links und schließt eine PageRank-Übertragung aus. Wer für DoFollow Links bezahlt, ohne dies zu kennzeichnen, verstößt gegen die Google Webmaster-Richtlinien.

DoFollow vs. UGC: Das Attribut rel='ugc' (User Generated Content) wird für Links in Kommentaren oder Foren verwendet und überträgt ebenfalls keinen Linkjuice.

Kurz: DoFollow beschreibt ausschließlich den technischen Zustand eines Links – die strategische Wertigkeit ergibt sich erst aus Autorität, Relevanz und Kontext der verlinkenden Seite.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DoFollow und NoFollow Links? +
Ein DoFollow Link überträgt Linkjuice (PageRank) von der verlinkenden auf die verlinkte Seite und beeinflusst damit das Ranking in Suchmaschinen. Ein NoFollow Link trägt das Attribut <code>rel='nofollow'</code> und überträgt in der Regel keinen PageRank. Seit 2019 behandelt Google NoFollow als Hinweis, nicht als strikte Regel – die Autorität wird jedoch praktisch nicht weitergegeben.
Wie erkenne ich, ob ein Link DoFollow oder NoFollow ist? +
Der einfachste Weg: Rechtsklick auf den Link im Browser, „Seitenquelltext anzeigen" wählen und nach dem Attribut <code>rel='nofollow'</code> suchen. Fehlt dieses Attribut, ist der Link DoFollow. Alternativ zeigen Browser-Extensions wie MozBar oder SEOquake den Link-Typ direkt auf der Seite an.
Sind DoFollow Links immer besser als NoFollow Links? +
Nicht zwingend. DoFollow Links von hochwertigen, themenrelevanten Seiten sind das Ziel jeder Linkbuilding-Strategie. Ein DoFollow Link von einer Spam-Domain kann jedoch schaden. NoFollow Links von autoritären Quellen wie Wikipedia oder großen Nachrichtenportalen liefern Traffic und Markenbekanntheit, auch ohne direkte Rankingwirkung.
Darf man DoFollow Links kaufen? +
Der Kauf von DoFollow Links ohne die Kennzeichnung <code>rel='sponsored'</code> verstößt gegen Googles Webmaster-Richtlinien und kann zu manuellen Abstrafungen führen. Bezahlte Links müssen als <code>sponsored</code> markiert werden, um keine künstliche Manipulation des PageRanks darzustellen. Organisch verdiente DoFollow Links sind die einzige risikofreie Methode.
Wie viele DoFollow Links braucht eine Seite, um gut zu ranken? +
Es gibt keine universelle Mindestzahl. Entscheidend sind Qualität, Relevanz und Diversität der verlinkenden Domains – nicht die reine Anzahl. Eine Seite mit zehn DoFollow Links von hochautoritären Branchenquellen kann eine Seite mit hundert Links von schwachen Domains deutlich übertreffen. Google bewertet das gesamte Linkprofil im Kontext des Wettbewerbsumfelds.

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