Warum DoFollow Links im SEO relevant sind
Das Konzept des DoFollow Links geht auf das ursprüngliche PageRank-Modell von Google zurück: Jede Seite im Web besitzt eine messbare Autorität, die durch eingehende Links weitergegeben wird. Ein DoFollow Link signalisiert der Suchmaschine: „Diese Quelle ist vertrauenswürdig genug, um ihr Autorität zu übertragen." Je mehr qualitativ hochwertige DoFollow Links auf eine Seite verweisen, desto höher bewertet Google in der Regel deren Relevanz und Vertrauenswürdigkeit für bestimmte Suchanfragen.
Im B2B-Marketing und im Linkbuilding ist die Unterscheidung zwischen DoFollow und NoFollow Links deshalb strategisch entscheidend: Pressemitteilungen, Gastbeiträge, Branchenverzeichnisse und redaktionelle Erwähnungen werden primär nach ihrem DoFollow-Potenzial bewertet, weil nur diese Links direkt zur organischen Sichtbarkeit beitragen.
Wie ein DoFollow Link in der Praxis funktioniert
Ein Standard-HTML-Ankerlink ohne zusätzliche Attribute ist automatisch ein DoFollow Link:
<a href='https://example.com'>Beispielseite</a>
Dieser Link überträgt Linkjuice von der verlinkenden Seite auf example.com. Im Gegensatz dazu würde das Hinzufügen von rel='nofollow' diese Übertragung unterbinden.
In der Praxis bedeutet das: Wenn ein renommiertes Branchenmagazin in einem redaktionellen Artikel ohne nofollow-Attribut auf die Website eines Unternehmens verlinkt, wertet Google diesen Link als Vertrauenssignal. Das Ergebnis ist typischerweise eine Verbesserung des Domain Authority-Wertes und mittel- bis langfristig bessere Rankings für relevante Keywords.
- Redaktionelle Backlinks aus Fachmedien sind die wertvollsten DoFollow Links.
- Gastbeiträge auf themenrelevanten Blogs generieren DoFollow Links mit hohem Kontextbezug.
- Branchenverzeichnisse mit DoFollow-Verlinkung stärken lokale und nischenbezogene Autorität.
- Partnerseiten und Ressourcenseiten sind klassische Quellen für DoFollow Linkbuilding im B2B.
Was ein DoFollow Link nicht ist – Abgrenzung zu verwandten Begriffen
Ein DoFollow Link ist kein Qualitätsmerkmal per se. Ein DoFollow Link von einer Spam-Seite oder einer thematisch irrelevanten Domain kann das Ranking negativ beeinflussen oder von Google schlicht ignoriert werden. Die Qualität der verlinkenden Seite ist ebenso entscheidend wie der Link-Typ selbst.
DoFollow vs. NoFollow: Ein rel='nofollow'-Link überträgt keinen PageRank. Google behandelt NoFollow-Links seit 2019 als „Hinweis", nicht als strikte Anweisung – die Übertragung von Autorität bleibt jedoch die Ausnahme.
DoFollow vs. Sponsored: Das Attribut rel='sponsored' kennzeichnet bezahlte Links und schließt eine PageRank-Übertragung aus. Wer für DoFollow Links bezahlt, ohne dies zu kennzeichnen, verstößt gegen die Google Webmaster-Richtlinien.
DoFollow vs. UGC: Das Attribut rel='ugc' (User Generated Content) wird für Links in Kommentaren oder Foren verwendet und überträgt ebenfalls keinen Linkjuice.
Kurz: DoFollow beschreibt ausschließlich den technischen Zustand eines Links – die strategische Wertigkeit ergibt sich erst aus Autorität, Relevanz und Kontext der verlinkenden Seite.