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Kuratiert von

Organic Growth Strategist, Muria Agency
AI Search · · Quelle: Search Engine Journal

Dein Listicle empfiehlt heimlich deine Konkurrenz

Das Spielfeld in der KI-Suche hat sich still verschoben, und viele B2B-Marken merken es noch nicht. Die klassische Taktik, eine 'Best-of'-Liste zu publizieren und das eigene Produkt an die Spitze zu setzen, funktioniert in Google AI Overviews nicht mehr so wie geplant. Sie funktioniert sogar gegen dich.

Was Praktiker gerade beobachten: Google zitiert solche Listicles als Quelle, empfiehlt aber die Konkurrenzprodukte, die auf der Liste stehen. Die eigene Marke bekommt die Quellenangabe, der Wettbewerber bekommt den Klick. Eine Analyse von 80 B2B-Suchanfragen im Bereich 'best [category] software' zeigt das in Zahlen: Von 323 Zitierungen eigener Listicles endeten 224 damit, dass Google einen Konkurrenten empfahl. Das sind 69% der Fälle, in denen der eigene Content aktiv gegen die eigene Marke arbeitet.

Der Grund liegt nicht auf der Seite selbst. Was Google in AI Overviews empfiehlt, hängt davon ab, wie viele unabhängige Seiten eine Marke erwähnen, verlinken und bewerten. Marken, die regelmäßig empfohlen werden, haben deutlich mehr Referring Domains und deutlich mehr Erwähnungen auf Drittseiten. On-Page-Optimierung schließt diese Lücke nicht.

Was tatsächlich funktioniert: unabhängige Erwähnungen auf Seiten, die du nicht kontrollierst. Reviews, Vergleiche, Walkthroughs von echten Publishern, Nischen-Bloggern, YouTube-Reviewern und Newsletter-Autoren. Die Domains, die Google in AI Overviews am häufigsten zitiert, sind Reddit, Forbes und YouTube, keine Vendor-Seiten. Affiliate-Programme, die auf redaktionelle Partner statt auf Coupon-Seiten ausgerichtet sind, bauen genau diese Art von Coverage systematisch auf. Nicht als Einmalaktion, sondern als kontinuierlicher Kanal.

Was das für deine Website bedeutet

1. Audit: Citation vs. Recommendation trennen. Nimm deine 10 wichtigsten Kategorie-Queries ('best [deine Kategorie] software', '[Produkt] alternatives') und führe sie in Google, ChatGPT und Perplexity durch. Notiere separat: Welche Seiten werden als Quelle zitiert? Welche Produkte werden tatsächlich empfohlen? Wenn dein eigener Content zitiert wird, du aber nicht empfohlen wirst, hast du das Problem.

2. Eigene Listicles prüfen. Schau dir alle deine 'Best of'- oder 'Top X Tools'-Seiten an. Jedes Konkurrenzprodukt, das du dort nennst, ist ein potenzieller Empfänger einer AI-Empfehlung auf deine Kosten. Überlege, ob diese Seiten in ihrer aktuellen Form noch sinnvoll sind, oder ob du sie umstrukturierst.

3. Drittanbieter-Coverage messen. Prüfe mit Ahrefs oder Semrush, wie viele Referring Domains auf Seiten zeigen, die dein Produkt unabhängig erwähnen, also nicht deine eigene Domain. Vergleiche diese Zahl mit den Marken, die in AI Overviews für deine Kategorie empfohlen werden. Die Lücke zeigt dir, wie weit du von einer Empfehlung entfernt bist.

4. Redaktionelle Partner aufbauen. Identifiziere 5 bis 10 Publisher in deiner Nische, die bereits in AI Overviews auftauchen: Nischen-Blogs, YouTube-Kanäle, Newsletter. Biete Revenue-Share statt einmaliger Platzierungen. Das Ziel ist kontinuierliche, unabhängige Coverage, nicht ein einzelner Gastbeitrag.

5. Affiliate-Programm auf redaktionellen Output ausrichten. Falls du bereits ein Affiliate-Programm betreibst: Prüfe, ob deine Partner hauptsächlich Coupon-Seiten sind oder echte Redakteure. Coupon-Partner bringen Klicks, aber keine AI-zitierbaren Inhalte. Rekrutiere aktiv Partner mit nachweisbarer organischer Reichweite und echten Bewertungen.

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