Google Search Profile: Neue Präsenz für Publisher & Creator
Google hat am 4. Juni 2026 sogenannte Search Profiles eingeführt – eine neue Funktion, die es Publishern und Creatorn ermöglicht, ihre Inhalte direkt in der Google-Suche zu bündeln und zu präsentieren. Das Feature gibt Medienmarken, Bloggern und Content-Creatorn eine dedizierte, verlinkbare Profilseite, auf der aktuelle Artikel, Videos und Social-Media-Posts zusammengefasst werden.
Nutzer können Publishern und Creatorn direkt über dieses Profil folgen – und sehen deren Inhalte dann häufiger in Google Discover, dem personalisierten Feed auf der Startseite der Google App. Der Zugang zum Profil erfolgt über das Knowledge Panel, über Taps auf Publisher-Namen in Discover oder über eine direkte URL.
Berechtigt sind zunächst Publisher und Creator mit einer nennenswerten Reichweite auf mindestens einer großen Social- oder Video-Plattform. Wer ein Profil beansprucht, kann Avatar, Bio, Website und Social-Media-Links hinterlegen. Für berechtigte Accounts kann das Beanspruchen des Profils außerdem die Erstellung eines Knowledge Panels auslösen – oder ein bestehendes Panel mit aktuellen Inhalten anreichern.
Der Launch startet zunächst in den USA. Eine internationale Ausweitung ist geplant, aber noch ohne konkreten Zeitplan. Für deutsche Publisher und Creator ist die Funktion damit noch nicht direkt verfügbar – der Zeitpunkt zum Handeln ist jedoch jetzt, um vorbereitet zu sein.
Was das für deine Website bedeutet:
1. **Prüfe deine Knowledge Panel-Berechtigung jetzt.** Suche deinen Brand- oder Autorennamen direkt in Google. Erscheint ein Knowledge Panel? Falls ja: Notiere dir die aktuell angezeigten Informationen und prüfe, ob sie korrekt und aktuell sind. Ein bestehendes Panel wird durch Search Profiles automatisch aufgewertet – sobald das Feature in deiner Region verfügbar ist.
2. **Baue deine Social-Media-Reichweite strategisch auf einer Plattform aus.** Die Zugangsvoraussetzung lautet: 'sizable following on at least one major social or video platform'. Das ist bewusst vage – aber es bedeutet, dass du jetzt gezielt auf einer Plattform (LinkedIn, YouTube, Instagram) Reichweite aufbauen solltest, um die Mindestanforderung zu erfüllen, wenn das Feature in Deutschland ausrollt.
3. **Bereite deine Profil-Assets vor.** Erstelle oder aktualisiere: ein hochwertiges Avatar-Bild (quadratisch, min. 400x400px), eine prägnante Bio (max. 160 Zeichen), eine vollständige Liste deiner Social- und Video-Plattform-URLs sowie eine aktuelle Website-URL. Diese Assets wirst du beim Claim-Prozess direkt brauchen.
4. **Verknüpfe deine Content-Kanäle mit deiner Website via Schema.org.** Nutze das `sameAs`-Property in deinem `Organization`- oder `Person`-Schema, um Google explizit zu signalisieren, welche Social-Profile zu deiner Marke gehören. Beispiel: `'sameAs': ['https://linkedin.com/company/deinbrand', 'https://youtube.com/@deinkanal']`. Das stärkt die Grundlage für ein Knowledge Panel und zukünftige Search Profile-Verknüpfungen.
5. **Beobachte den US-Rollout aktiv.** Folge dem Google Search Central Blog und dem Google AI Blog, um den internationalen Ausroll-Zeitpunkt nicht zu verpassen. Wer als Erster ein Search Profile beansprucht, sichert sich einen Vorteil in der Discover-Sichtbarkeit – besonders in kompetitiven Nischen.
Original-Artikel auf Google AI Blog:
A new profile to help publishers and creators highlight their work on Search ↗Mehr lesen
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