Google Search Profile: Neue Präsenz für Publisher und Creator
Google baut gerade an einem neuen Sichtbarkeits-Layer in der Suche, der für Publisher und Creator relevant wird: Search Profiles. Wer eine nennenswerte Reichweite auf mindestens einer großen Social- oder Video-Plattform hat, kann sich ein dediziertes Profil beanspruchen. Dieses Profil bündelt aktuelle Artikel, Videos und Social Posts an einem zentralen Ort, direkt in der Google-Suche.
Das Interessante daran ist die Verbindung zum Knowledge Panel. Wer bisher kein Knowledge Panel hatte, kann durch das Beanspruchen eines Search Profiles die Erstellung eines solchen auslösen. Wer bereits eines hat, bekommt es automatisch mit dem Profil verknüpft und mit aktuelleren Inhalten angereichert. Das ist kein kosmetisches Update, sondern eine strukturelle Veränderung darin, wie Google Quellen und Autoren in der Suche repräsentiert.
Der Rollout startet zunächst in den USA. Die Erreichbarkeit ist bewusst niedrigschwellig gehalten: über das Knowledge Panel, durch Tippen auf einen Publisher-Namen in Google Discover, oder per direkter URL. Nutzer können Quellen direkt aus dem Profil heraus folgen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass deren Inhalte in Google Discover ausgespielt werden.
Für Brands und Content-Teams, die systematisch an ihrer Autorität in der Suche arbeiten, ist das ein Signal: Google investiert weiter in die Sichtbarkeit von Quellen als Einheit, nicht nur von einzelnen URLs. Wer heute schon an Entity-Building und Authorship-Signalen arbeitet, ist für diese Entwicklung besser positioniert.
Was das für deine Website bedeutet:
1. Knowledge Panel prüfen und beanspruchen: Falls du oder deine Marke noch kein Google Knowledge Panel haben, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Search Profiles können die Erstellung eines Knowledge Panels auslösen. Prüfe über eine direkte Google-Suche nach deinem Namen oder deiner Marke, ob bereits ein Panel existiert.
2. Reichweite auf einer Plattform aufbauen: Die Zugangsbedingung ist eine 'sizable following' auf mindestens einer großen Social- oder Video-Plattform. Wer bisher keinen Fokus auf Plattformaufbau gelegt hat, sollte jetzt eine Plattform priorisieren, auf der die Zielgruppe aktiv ist, und dort konsistent publizieren.
3. Entity-Konsistenz sicherstellen: Name, Bio, Website-URL und Social-Links sollten plattformübergreifend identisch sein. Inkonsistente Angaben erschweren es Google, eine klare Entität zu erkennen. Prüfe alle Profile auf Einheitlichkeit.
4. Google Discover als Kanal ernst nehmen: Search Profiles sind direkt mit Discover verknüpft. Wer Follower über das Profil gewinnt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, in Discover ausgespielt zu werden. Das bedeutet: Inhalte sollten nicht nur für Suchanfragen optimiert sein, sondern auch für Discovery-Formate (starke Bilder, klare Headlines, aktuelle Themen).
Hinweis: Der Rollout ist aktuell auf die USA beschränkt. Konkrete Schritte für nicht-US-Publisher sind noch begrenzt, aber die Vorbereitung auf Entity-Ebene zahlt sich jetzt schon aus.
Original-Artikel auf Google AI Blog:
A new profile to help publishers and creators highlight their work on Search ↗Mehr lesen
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