Googles AI Mode: 5 erste Beobachtungen aus der Beta
Google hat seinen neuen 'AI Mode' in Google Labs als Testversion gestartet – und SEO-Expertin Aleyda Solis gehört zu den ersten, die ihn hands-on ausprobiert haben. Der AI Mode ist im Kern eine deutlich erweiterte Version der bekannten AI Overviews: strukturierter, tiefgehender, mit besserer Quellenangabe – aber noch lange kein Deep Research à la ChatGPT.
Der Zugang zum AI Mode erfolgt primär über einen Button am Ende bestehender AI Overviews ('Tiefer eintauchen mit AI Mode'). Als eigenständige Tab-Option in der Suche ist er kaum sichtbar und wird laut Solis von den meisten Nutzern schlicht übersehen werden. Das bedeutet: Der AI Mode ist vorerst eine Erweiterung des AIO-Ökosystems, kein eigenständiger Kanal.
Positiv überraschend: Der AI Mode zeigt in vielen Fällen deutlich sichtbare blaue Hyperlinks direkt in den Antworten – mit dem Seitennamen als Ankertext. Das ist ein klarer Fortschritt gegenüber den kaum wahrnehmbaren Quellen-Icons in regulären AI Overviews und könnte tatsächlich mehr Klick-Traffic zu Websites leiten.
Für informationelle und faktische Suchanfragen ('Wie mache ich X?', 'Beste Y in Z') liefert der AI Mode gut strukturierte, vollständige Antworten. Bei kommerziellen Produktsuchen hingegen versagt er: Produkte werden nicht in einem browserbaren Format angezeigt – klassische Suchergebnisse bleiben hier klar überlegen. Solis sieht diesen Bereich als Domäne spezialisierter KI-Shopping-Agenten (Google oder Amazon), nicht generischer Sprachmodelle.
Fazit von Solis: Der AI Mode ist 'AI Overviews auf Steroiden' – aber noch in früher Testphase. Die aktuelle Implementierung lässt sie vorsichtig optimistisch sein, dass er organischen Traffic nicht stärker schädigt als bestehende AIOs.
Was das für deine Website bedeutet:
1. **AIO-Sichtbarkeit ist jetzt doppelt wichtig.** Der AI Mode wird primär über AI Overviews getriggert. Wenn deine Seite nicht in AIOs erscheint, wird sie auch im AI Mode kaum eine Rolle spielen. Prüfe jetzt in der Google Search Console, für welche deiner wichtigsten Keywords AIOs ausgeliefert werden – und ob deine Seite dort als Quelle zitiert wird. Tool-Tipp: Nutze Semrush oder Ahrefs AI Overview Tracking für systematisches Monitoring.
2. **Informationelle Inhalte priorisieren und strukturieren.** Der AI Mode performt am besten bei 'Wie mache ich X'- und 'Beste Y'-Anfragen. Wenn du solche Inhalte hast, stelle sicher, dass sie klar strukturiert sind (H2/H3-Hierarchie, nummerierte Listen, konkrete Antworten im ersten Absatz). Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, als sichtbare Quelle mit blauem Link zitiert zu werden.
3. **Für E-Commerce: Keine Panik, aber wachsam bleiben.** Kommerzielle Produktsuchen werden vom AI Mode aktuell schlecht bedient – klassische Suchergebnisse dominieren hier weiterhin. Für Shop-Betreiber besteht kurzfristig kein Handlungsbedarf. Mittelfristig solltest du jedoch Google Shopping-Feeds und strukturierte Produktdaten (schema.org/Product) aktuell halten, da spezialisierte KI-Shopping-Agenten diesen Bereich übernehmen könnten.
4. **Noch keine Sofortmaßnahmen nötig – aber Monitoring aufsetzen.** Der AI Mode ist noch in der Labs-Testphase und nur für ausgewählte US-Nutzer verfügbar. Richte jetzt ein Tracking ein (z.B. über SERPFeatures in deinem Rank-Tracker), um zu beobachten, wann und ob der AI Mode für deine Keywords ausgerollt wird. So kannst du Veränderungen im organischen Traffic frühzeitig erkennen.
Original-Artikel auf Aleyda Solis — SEO:
5 observaciones tempranas sobre el nuevo modo de IA de Google en prueba ↗Mehr lesen
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